Teure Energie

Stärkster Anstieg der Verbraucherpreise seit drei Jahren

Die hohen Kosten für Energie haben im September zum stärksten Anstieg der Verbraucherpreise seit drei Jahren geführt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 2,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Wiesbaden/München (dapd/afp/red) - Damit bestätigte die Behörde ihre vorläufigen Berechnungen von Ende September.

Strom-, Gas- und Benzinpreise gestiegen

Energie verteuerte sich binnen eines Jahres um 11,2 Prozent und erklärt damit knapp die Hälfte der Gesamtteuerung. Besonders der gestiegene Ölpreis belastete die Geldbörsen der Verbraucher. Gegenüber dem Vormonat August zogen die Verbraucherpreise im September um 0,1 Prozent an.

Gestiegener Ölpreis wirkt sich weiter aus

Die Benzinpreise haben in der vergangenen Woche einen deutlichen Sprung in die Höhe gemacht. Ein Liter Diesel kostet derzeit 1,452 Euro, das sind 8,4 Cent mehr als noch vor einer Woche, wie der Autofahrerclub ADAC am Mittwoch mitteilte. Der Preis für einen Liter Super E10 stieg um 6,5 Cent auf 1,548 Euro. Als Grund für die deutlich höheren Preise nannte der ADAC den zuletzt ebenfalls gestiegenen Rohölpreis. Zudem wirke sich die zunehmende Nachfrage nach Heizöl aus, was sich vor allem beim Diesel bemerkbar mache.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Benzinpreise

    Benzin und Diesel wieder etwas teurer

    Die Preise für Benzin und Diesel an den Tankstellen sind wieder etwas gestiegen. Den Angaben des ADAC zufolge ist der Liter Super E10 im Vergleich zur Vorwoche 0,3 Cent teurer, Diesel rund einen Cent. Grund ist der gestiegene Ölpreis.

  • Konsum

    Inflation: Verbraucherpreise steigen wieder

    Die Inflation zieht wieder an: Die Verbraucherpreise sind im Oktober noch einmal um 0,8 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Vor allem die höheren Mieten sind Grund für die Teuerung.

  • Energieversorung

    Wird Autofahren zum Privileg der Besserverdienenden?

    Die Autofahrerclubs ADAC und ACE schlagen angesicht der steigenden Kosten fürs Autofahren Alarm: Autofahren werde "mehr und mehr zum Privileg für Besserverdienende", sagte der Vorsitzende des Auto Club Europa (ACE), Wolfgang Rose, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

  • Hochspannungsleitung

    Benzinpreise schwankten im August enorm

    Der ADAC hat die Benzinpreise für den August 2011 genauer unter die Lupe genommen. Das überraschende Ergebnis lautet, dass innerhalb eines Monats die Preisunterschiede teilweise bei mehr als zehn Cent lagen. Daher die Empfehlung, die Preisentwicklung genauer zu beobachten.

  • Hochspannungsleitung

    Hoffnung auf fallende Sprit- und Heizölpreise

    Wegen der fallenden Rohölpreise hat der Automobilclub ADAC die Mineralölkonzerne zu Preissenkungen aufgerufen. Nachdem die Internationale Energieagentur (IEA) am Donnerstag angekündigt hatte, Ölreserven freizugeben, bestehe "Grund zur Hoffnung" auf fallende Spritpreise, sagte ein ADAC-Sprecher am Freitag.

Top