Pädagogik

Ständige Anrufe machen Kinder unselbständig

Die Verbreitung von modernen Smartphones erlaubt Eltern den ständigen Kontakt zum Kind über WhatsApp & Co. Wie ein Pädagoge erklärt, kann das auch Nachteile haben: Das Kind fühlt sich sicherer, kann aber bestimmte Erfahrungen nicht machen.

Smartphones für Kinder© Cora Müller / Fotolia.com

Freiburg (dpa/tmn/red) - Anrufe, Nachrichten, SMS: Eltern stehen mit ihren Kindern ständig über das Smartphone im Kontakt. Die Kommunikation über Handy hat aber Nachteile: Mütter und Väter berauben ihr Kind damit der Erfahrung, die es nur machen kann, wenn es nicht ständig überwacht wird. Darauf weist der Medienpädagoge Stefan Aufenanger in der Zeitschrift "Familie & Co" (Ausgabe Mai 2015) hin.

Kinder müssen Risikokompetenz entwickeln

Hat das Kind beispielsweise beim Spielen die Zeit vergessen, und muss im Dunklen nach Hause radeln, denkt es sich vielleicht: "Fühlt sich komisch an. Ach, ich schaffe das". Solche Erfahrungen werden verhindert, wenn Mama und Papa per SMS den Standort erfragen, eingreifen und alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumen, bevor das Kind darüber nachdenken konnte. So fällt es Mädchen und Jungen schwer, Risikokompetenz zu entwickeln. Stattdessen entwickeln sie die Vorstellung, in einer sehr gefährlichen Welt zu leben.

Quelle: DPA

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