Umweltfreundlich

Stadtwerke Norderstedt informieren: Höchste Zeit für neuen Heizkessel

Die Stadtwerke Norderstedt empfehlen ihren Kunden eine eventuell nötige Modernisierung der Heizung noch vor der nächsten Heizperiode vorzunehmen. Laut Zentralinnungsverband des deutschen Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) sind 1,7 Millionen Öl- und 1,3 Millionen Gasheizungen älter als 18 Jahre. Diese Kesselveteranen verbrauchen unnötig viel Energie und Geld.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Laut Zentralinnungsverband des deutschen Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) sind 1,7 Millionen Öl- und 1,3 Millionen Gasheizungen älter als 18 Jahre. Diese Kesselveteranen verbrauchen unnötig viel Energie und Geld. Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) empfiehlt, spätestens nach 15 Jahren über einen Kesseltausch nachzudenken. Auch staatliche Vorgaben zur Heizungsmodernisierung nutzen nicht nur der Umwelt, sondern auch der Verbraucher kann Energiekosten sparen.

Wie die Stadtwerke Norderstedt ihren Kunden jetzt mitteilten, ist nach der Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung die Frist für viele Heizungen zum 1. November 2002 abgelaufen. Bis dahin mussten alle Heizkessel, die bei der Einstufungsmessung des Schornsteinfegers in den Jahren 1997/98 den Abgasverlust-Grenzwert um mehr als zwei Prozent überschritten haben, ausgetauscht werden. Gleichzeitig raten die Stadtwerke, mit der Modernisierung nicht zu lange zu warten. Wenn der Schornsteinfeger einen überhöhten Abgasverlust feststellt, hat der Heizungsbetreiber sechs Wochen Zeit für die Nachbesserung, denn dann findet die Wiederholungsmessung statt. Stadtwerke-Experten halten es für möglich, dass Engpässe zum Ablauf der Fristen entstehen könnten und empfehlen deshalb möglichst früh die Modernisierung in Angriff zu nehmen.

Durch eine Senkung der Abgasverluste aller Feuerungsanlagen in Deutschland um einen Prozentpunkt kann nach Angaben des Zentralinnungsverbandes des deutschen Schornsteinfegerhandwerks der jährliche Kohlendioxid-Ausstoß um zwei Millionen Tonnen reduziert werden. Und auch der Verbraucher hat etwas von einer Heizungsmodernisierung: Nach Berechnungen der Stiftung Warentest spart eine neue Gasheizung gegenüber einem 15 Jahre alten Kessel im Jahr etwa 200 Euro Brennstoffkosten ein. Die Modernisierung der Heizung wird zum Beispiel durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit dem Kohlendioxid-Gebäudesanierungsprogramm gefördert. Unterstützt werden dabei Maßnahmenpakete, so unter anderem die Erneuerung der Fenster und der Heizung verbunden mit der Umstellung des Heizenergieträgers. Wer beispielsweise seine vor dem 1. Januar 1991 installierte Elektrospeicherheizung oder den Kohleofen austauschen möchte, kann diese unter anderem durch eine moderne Erdgasheizung ersetzen.

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