Stadtwerke Münster: Ökostrom bekommt Gold

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Stadtwerke Münster sind das erste Stadtwerk in Deutschland, dem das Gold-Zertifikat des Vereins Grüner Strom Label e.V. für Ökostrom verliehen wurde. Bisher erhielten lediglich die Naturstrom AG (Düsseldorf) sowie ein Gemeinschaftsproduzent verschiedener kommunaler Unternehmen, die energreen, diese Auszeichnung. Der unabhängige Verein Grüner Strom Label e. V. ist ein Zusammenschluss namhafter Umwelt- und Naturschutzverbänden bzw. Initiativen wie z. B. dem Bund der Energieverbraucher, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), dem Bund für Umwelt- u. Naturschutz Deutschland (BUND) und Eurosolar.


Um dieses Zertifikat zu erhalten, müssen wichtige Kriterien erfüllt sein. So muss z. B. gewährleistet sein, dass die Strommenge, die als Ökostrom an die Kunden abgegeben wird, auch zu 100 Prozent aus diesen Anlagen stammt. Weiterhin müssen die Mehrkosten, die der Kunde für den Ökostrom entrichtet (plus der Verdoppelung durch die Stadtwerke), auch in neue Projekte zur regenerativen Stromerzeugung investiert werden.


Zur Zeit nutzen in Münster rund 350 Kunden das Ökostrom-Angebot. Dahinter steckt eine Abnahmemenge von über 500.000 kWh im Jahr. Bei einem Aufschlag für den Kunden von 8 Pf/kWh und einer Beteiligung durch die Stadtwerke Münster von ebenfalls 8 Pf/kWh (also insgesamt 16 Pf/kWh) bedeutet dies eine Investitionssumme von rund 80.000 DM für neue Ökostromanlagen in Münster. Dieser Betrag soll jetzt in Münster in ein erstes Projekt investiert werden. Das Energie- und Umweltinstitut e. V. Münster ist mit der Suche eines geeigneten Standortes beauftragt worden, für das es einige Kriterien zu berücksichtigen gilt. So sollen die Gelder in den Bau einer Photovoltaik-Anlage, die auf dem Dach eines öffentlichen Gebäudes geplant ist, investiert werden. In Münster unterhalten die Stadtwerke bereits vier größere Anlagen: die Photovoltaik-Anlage am Verwaltungsgebäude Hafenplatz 1, die Wasserkraftanlage Havichhorster Mühle, die Deponiegasanlage in Coerde sowie die Klärgasanlage am Loddenbach. Allein diese Anlagen produzieren eine jährliche Strommenge von rund 13 Millionen kWh.

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