Ansprüche gegenüber NRW

Stadtwerke Münster fühlen sich bei Stromversorgungsvergabe benachteiligt

Die Ausschreibung des Strom- und Gasbedarfs der Liegenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen sorgt weiterhin für Unruhe unter den Stadtwerken, die dabei scheinbar leer ausgegangen sind. Sowohl die Stadtwerke Wuppertal als auch die Stadtwerke Münster fühlen sich benachteiligt. Münster will jetzt einen Anspruch auf den entgangenen Gewinn anmelden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Stadtwerke Münster fühlen sich ebenso wie die Stadtwerke Wuppertal im Vergabeverfahren für den Stromlieferungsvertrag mit dem Land Nordrhein-Westfalen benachteiligt. Aus diesem Grund hat die Geschäftsführung entschieden, den Anspruch auf entgangenen Gewinn gegenüber dem Land NRW anzumelden.

Nach Ansicht der Stadtwerke wurde der Auftrag einem Unternehmen erteilt, das seine fachliche Leistungsfähigkeit nicht in der erforderlichen Weise nachgewiesen habe und damit vom Vergabeverfahren hätte ausgeschlossen werden müssen. Gemeint ist wohl die ENRW Energie Nordrhein-Westfalen GmbH, ein Tochterunternehmen der EnBW und der Stadtwerke Düsseldorf, die diesen Vorwurf bereits zu Beginn der Woche zurückgewiesen hatte. Gegen die Vergabe selbst kann aufgrund abgelaufener Fristen nicht mehr angegangen werden. Die Stadtwerke Münster wollen aber ihren Anspruch auf entgangenen Gewinn beim Land NRW anmelden.

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