Bilanz

Stadtwerke Magdeburg erwirtschaften deutlichen Überschuss

Im vergangenen Jahr haben die SWM (Städtischen Werke) Magdeburg einen Überschuss von fast 19,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sind 8,1 Millionen Euro mehr als 2003, sagte Geschäftsführer Winfried Schubert am Dienstag. In der nächsten Zeit erwarten die SWM keine Preiserhöhungen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Magdeburg (ddp-lsa/sm) - Das Unternehmen habe bei Strom, Gast und Fernwärme höhere Erlöse erzielt. Dagegen belasten erhebliche Investitionen in Anlagen im Zusammenhang mit dem Stadtumbau Ost die Firmenbilanz. Durch den erheblichen Wohnungsleerstand in Magdeburg und den damit verbundenen Abriss von Häusern des industriellen Wohnungsbaus müssten Ver- und Entsorgungsleitungen den neuen Anforderungen angepasst werden. Diese Aufgabe nehme einige Jahre in Anspruch, betonte Schubert.

Geschäftsführer Johannes Kempmann begründete mit diesen Maßnahmen auch die hohen Investitionen der SWM. Sie lagen mit 49 Millionen Euro 12 Millionen Euro höher als im Vorjahr. Bei ihnen schlägt auch die Übernahme des 110kV-Stadtringes der Stromversorgung in Magdeburg zu Buche. In den kommenden Jahren müsse zudem das Stromnetz im Norden Sachsen-Anhalts weiter ausgebaut werden. Damit reagiere man auf die zunehmende Einspeisung von Windkraft, die gegenwärtig bei fast einem Drittel des Gesamtverbrauchs liege. Die SWM und die Avacon haben das gemeinsame Unternehmen HSN Magdeburg GmbH 2003 gegründet, das in der Region die 110 kV-Netze betreibt.

Der Trinkwasserabsatz lag mit 10,7 Millionen Kubikmetern auf dem niedrigen Niveau von 2002. Ursache war der geringere Verbrauch in der Landeshauptstadt. Er beträgt jetzt 111 Liter pro Kopf gegenüber 119 Liter 2003. In der nächsten Zeit erwarten die SWM keine Preiserhöhungen, sagte Geschäftsführer Helmut Herdt. Kurzfristig gebe es dabei keinen Handlungsbedarf. Allerdings zeigen sich die Erdgaspreise in einem deutlichen Aufwärtstrend, so dass dort Prognosen schwierig seien.

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