Zwei Prozent

Stadtwerke Leipzig übernehmen Anteile an der EEX

Von der ehemaligen Enron Corp. haben die Stadtwerke Leipzig knapp zwei Prozent an der Leipziger Strombörse EEX gekauft und halten als sächsische Anteilseigner nun gemeinsam mit der Sachen LB, dem Freistaat Sachsen und den Leipziger Versorgungs- und Verkehrsbetrieben insgesamt 26,8 Prozent.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (red) - Die Stadtwerke Leipzig GmbH haben 800 000 Aktien der Leipziger Strombörse European Energy Exchange AG (EEX) erworben und halten damit eine Beteilung von zwei Prozent. Verkäufer war die ECT Germany Inc. (ehemals Enron Corp., Houston). Nun halten die sächsischen Eigner (Sachsen LB, Freistaat Sachsen, Leipziger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe und Stadtwerke Leipzig) insgesamt 26,8 Prozent.

"Wir freuen uns, mit den Stadtwerken Leipzig einen weiteren Aktionär aus dem unterstützenden Standtortumfeld erhalten zu haben", kommentierte Dr. Hans-Bernd Menzel, Vorstandvorsitzender der EEX Transaktion, über deren Konditionen keine Angaben gemacht wurden. Auch für Wolfgang Wille, Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig, passt die Beteiligung sehr gut ins Unternehmenskonzept: "Zum einen stärken wir mit diesem Schritt die kontinuierliche Entwicklung Leipzigs als Energiestandort. Zum anderen unterstützen wir einen aktiven Börsenhandel in Deutschland und damit verbunden die notwendige Markttransparenz beim Strombezug, zu der wir uneingeschränkt stehen."

Die European Energy Exchange betreibt den Spot- und Terminmarkt für Strom in Deutschland und ist mit 123 Teilnehmern aus 16 Ländern die teilnehmer- und mit einem Jahresumsatz von 397 000 Gigawattstunden auch die umsatzstärkste Energiebörse Kontinentaleuropas.

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