Denkmalschutz

Stadtwerke Leipzig: Gasometer zum Veranstaltungsort umgebaut

Im Oktober 2002 hatten die Stadtwerke Leipzig die Entscheidung getroffen, den Gasometer auf dem ehemaligen Heizwerkgelände zwischen Arno-Nitzsche-Straße und Richard-Lehmann-Straße teilzusanieren, um ihn zukünftig für Veranstaltungen zu vermarkten. Jetzt wurde der Umbau abgeschlossen, am 23. Mai eröffnet die erste Ausstellung.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Stadtwerke Leipzig haben gestern den großen Gasometer auf dem ehemaligen Heizwerkgelände Südost nach beendeter Teilsanierung an Professor Assisi und sein Team übergeben. Jetzt beginnt der Aufbau der Ausstellung "8848 Everest", die am 23. Mai 2003 eröffnet wird. Im Oktober 2002 war die Entscheidung gefallen, den Gasometer auf dem ehemaligen Heizwerkgelände zwischen Arno-Nitzsche-Straße und Richard-Lehmann-Straße teilzusanieren, um ihn zukünftig für Veranstaltungen zu vermarkten.

Als erstes wurde im vergangenen Herbst mit der kompletten Dacherneuerung des im Jahr 1909 erbauten Gasometers begonnen. Rund 280 Tonnen Gerüst mussten in den Gasometer eingebaut werden, um die Dachschalung an den defekten Stellen auszuwechseln. Hinter die Fenster des Gasometers, die größten Teils keine intakten Scheiben mehr haben, wurde jeweils ein Einscheibensicherheitsglas gesetzt, damit das Innere zukünftig vor Wind und Wetter geschützt ist, ohne das ein originalgetreuer Nachbau notwendig wurde. Insgesamt sind rund 580 Quadratmeter hochwertiges Glas verbaut worden, das in der Qualität vergleichbar ist mit der Frontscheibe eines modernen Autos. Auch für die Sicherheit der zukünftigen Besucher ist gesorgt: Neben einer "Trocken-Sprinkler-Anlage" wurden zwei zusätzliche Fluchttüren unter die unterste Fensterreihe in das Mauerwerk eingelassen. Rund 400 Kubikmeter wurden gebraucht, um einen Erdwall um den Gasometer wieder aufzufüllen, damit weitere Fluchtmöglichkeit gesichert sind.

Auch das Umfeld wurde so gestaltet, dass es Anforderungen für Veranstaltungen gerecht wird. Dafür wurden einige ältere Gebäude, darunter auch das alte Pförtnerhaus, abgerissen. An diesen Stellen entstehen zurzeit sowohl eine Buswendeschleife, die dazugehörigen Parkboxen sowie eine allgemeine 400 Quadratmeter große Parkfläche. Für die Teilsanierung haben die Stadtwerke knapp 900 000 Euro ausgegeben. Zudem wurden Mittel zur Förderung im Rahmen des Denkmalschutzes beim Regierungspräsidium Leipzig beantragt.

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