Wachstumsstrategie

Stadtwerke Leipzig erwerben Mehrheit an Gdansker Fernwärmeversorger

Die GPEC soll mittelfristig als Kompetenzzentrum für die Region Pommern aufgebaut werden, da die Stadtwerke hier bereits Beteiligungen an den Fernwärmeunternehmen in Starograd Gdanski (zurzeit 40, mittelfristig 75 Prozent) und in Tczew (85 Prozent) erworben haben. Durch die räumliche Nähe sollen Synergien zum Beispiel hinsichtlich Marketing, Organisation und Bezug genutzt werden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Stadtwerke Leipzig haben 75 Prozent der Anteile des Fernwärmeunternehmens Gdanskie Przedsiebiorstwo Energetyki Cieplnej Sp. Z o.o. (GPEC) erworben. Die GPEC versorgt in Gdansk Haushalte, Gewerbe und Industrie mit Fernwärme. Die Stadtverordnetenversammlung in Gdansk stimmte gestern dem bereits ausgehandelten Kaufvertrag mehrheitlich zu. Der Kaufpreis beträgt rund 42 Millionen Euro. Es schließt sich jetzt das Genehmigungsverfahren durch die polnische Kartellbehörde und das Innenministerium an.

"Mit dem Anteilskauf in Gdansk haben wir im Rahmen unserer Wachstumsstrategie einen Meilenstein erreicht", freute sich Stadtwerke Geschäftsführer Wolfgang Wille über die Entscheidung in Danzig. Die GPEC soll mittelfristig als Kompetenzzentrum für die Region Pommern aufgebaut werden, da die Stadtwerke hier bereits Beteiligungen an den Fernwärmeunternehmen in Starograd Gdanski (zurzeit 40, mittelfristig 75 Prozent) und in Tczew (85 Prozent) erworben haben. Durch die räumliche Nähe sollen Synergien zum Beispiel hinsichtlich Marketing, Organisation und Bezug genutzt werden.

Gleichzeitig soll die GPEC mittelfristig weiter wachsen und sich schließlich zum Multi Utility-Anbieter entwickeln. Durch den Anschluss geplanter Neubaugebiete in der Stadt und die Umstellung von Häusern, die bisher mit Kohle beheizt werden, ergeben sich nach Unternehmensangaben Wachstumspotenziale von mindestens 200 Megawatt. "Die Stadtwerke Leipzig werden bei der Erarbeitung des Energiekonzeptes für Gdansk ihr erprobtes Know-how genauso einbringen wie bei der Senkung von Netzverlusten und der Netzoptimierung, dem Aufbau von Vertriebs- und Marketingstrukturen, der Entwicklung von Energiedienstleistungen oder dem Personalmanagement", verspricht Wille.

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