Stadtwerke Leipzig erwerben Beteiligung an Wärmeversorgungsunternehmen in Polen und wollen 3 Millionen Euro investieren

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Die Stadtwerke Leipzig haben am gestrigen Donnerstag einen Vertrag zur Übernahme von 85 Prozent des Wärmeversorgungsunternehmens Zaklad Energetyki Cieplnej (ZEC) im polnischen Tczew - in der Nähe von Gdansk - erworben. Das Unternehmen mit 126 Mitarbeitern versorgt einen großen Teil der Einwohner in Tczew mit Fernwärme und erzielte in den letzten Jahren einen Umsatz von durchschnittlich 3,5 Millionen Euro. Die ZEC betreibt in Tczew ein Fernwärmenetz mit rund 32 Kilometer Länge, drei Heizwerke sowie einige lokale Kesselhäuser. Zwei der drei Heizwerke laufen auf Steinkohlebasis. Das dritte Heizwerk erzeugt Wärme mit Gas beziehungsweise Öl.



Die Stadtwerke Leipzig hatten sich zuvor an einer internationalen Ausschreibung zur Privatisierung des bisher rein kommunalen Unternehmens beteiligt und erhielten den Zuschlag unter anderem auf Grund ihres Know-hows bei der Re-Organisation und Modernisierung einer ehemals planwirtschaftlich geführten Energieversorgung. "Wir freuen uns sehr, dass wir ein ausländisches Beteiligungsprojekt in Polen als einem zukünftigen EU-Beitrittsland realisieren können", kommentierte Geschäftsführer Wolfgang Wille die Vertragsunterzeichnung in Tczew.



Die Stadtwerke Leipzig engagieren sich seit rund zwei Jahren im Ausland. Bisher standen Consulting-Leistungen im Vordergrund, beispielsweise in der Mongolei. Beteiligungen an energiewirtschaftlichen Unternehmen streben die Stadtwerke besonders in den zukünftigen EU-Ländern an, teilte das Unternehmen mit.



In den kommenden Jahren wollen die Stadtwerke Leipzig in die Modernisierung von Anlagen und Netzen des Wärmeversorgungsunternehmens ZEC sowie den Aufbau von Marketing und Vertriebsorganisation rund 3 Millionen Euro investieren.

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