Zweite Beteiligung

Stadtwerke Leipzig beteiligen sich an tschechischer Fernwärmegesellschaft

Die Stadtwerke Leipzig haben 49 Prozent an der nordböhmischen Fernwärmegesellschaft Teplarny Jablonec erworben. Der ostdeutsche Regionalversorger will nun seine umfangreichen Erfahrungen im Transformationsprozess von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft in das tschechische Unternehmen einbringen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Die Stadtwerke Leipzig haben sich mit 49 Prozent an Teplarny Jablonec, einer privaten Fernwärmegesellschaft in Nordböhmen, beteiligt. 51 Prozent bleiben im Besitz der bisherigen Eigentümer, einem Aktionärskonsortium aus Jablonec.

Das Unternehmen hat 17 Mitarbeiter und versorgt nahezu 30 000 Einwohner in Hradek, Heijice, Raspenava und Chrastava mit Fernwärme. Teplarny Jablonec betreibt vier Heizwerke auf Erdgas- und Ölbasis sowie das gesamte Fernwärmenetz in diesen Orten. Die Stadtwerke Leipzig wollen nun ihre umfangreichen Erfahrungen im Transformationsprozess von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft in das tschechische Unternehmen einbringen. Die Stadtwerke haben drei Sitze im Aufsichtsrat und werden außerdem die Geschäftsführung sowohl strategisch als auch beim operativen Geschäft intensiv beraten. Für den ostdeutschen Regionalversorger ist es die zweite Beteiligung an einer Fernwärmegesellschaft in einem zukünftigen EU-Beitrittsland. Im vergangenen Jahr erwarben die Stadtwerke Leipzig 85 Prozent des Wärmeversorgungsunternehmens in Tzcew in der Nähe von Gdansk. Weitere Beteiligungsprojekte in Tschechien sind geplant.

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