Druck wächst

Stadtwerke Hannover: "Triathlon" soll Wettbewerbsfähigkeit sichern

Regulierungsbehörde, Unbundling, Emissionshandel - die Entwicklungen auf dem Energiemarkt in den nächsten Wochen und Monaten erhöhen den Druck auf die Stadtwerke und Energieversorger. Die Stadtwerke Hannover will dem vorausschauend begegnen und mit dem Programm "Triathlon" seine Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Die Stadtwerke Hannover AG erwartet durch die Einrichtung der Regulierungsbehörde, durch das vorgeschriebene Unbundling und den Emissionshandel einen erhöhten Druck auf Margen und Erträge und will den Entwicklungen vorausschauend entgegenwirken. Als erste Schritte hat der Vorstand beschlossen, freiwerdende Arbeitsplätze - z.B. durch Altersteilzeitmaßnahmen oder dem Auslaufen von befristeten projektbezogenen Verträgen - nicht mehr zu besetzen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben zur Durchführung wurde das Projekt "Triathlon" ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist, die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit zu identifizieren und umzusetzen. "Triathlon" steht für "Wettbewerbsfähigkeit und Substanzerhalt", "Profitabilität und Wachstum" und "Gewinnsicherung und Arbeitsplatzattraktivität". Es sollen die Wettbewerbsfähigkeit verbessert, die Substanz erhalten, die Ertragskraft gesteigert, mehr profitable Wachstumsmöglichkeiten entwickelt und Gewinnausschüttung sowie attraktive Arbeitsplätze gesichert werden.

Zur Bearbeitung des Projektes "Triathlon" hat der Vorstand ein internes Projektteam eingesetzt, das von einem externen Berater unterstützt wird. In den kommenden Monaten sollen zusammen mit den Fachbereichen die internen Geschäftstrukturen und Prozesse mit denen von anderen Unternehmen der Branche vergleichen und Verbesserungsmöglichkeiten sowie mögliche Wachstumsfelder identifiziert werden.

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