Stadtwerke Hannover: Stromabsatz gesteigert

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Dr. Erich Deppe, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover, zeigt sich zufrieden mit dem Jahresergebnis 2000 und der Entwicklung: "Unsere Mittelfristplanung ging noch von einem Gewinn von knapp 50 Millionen DM aus. Die Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung quer durch das Unternehmen beispielsweise haben dann aber wesentlich schneller gegriffen, als zu erwarten war. So hat sich der Stromabsatz wesentlich besser entwickelt, als von den unterschiedlichen Gutachtern für das Unternehmen prognostiziert. Im Geschäftsjahr 2000 haben die Stadtwerke Hannover 3955 Millionen Kilowattstunden (kWh) geliefert. 3308 Millionen kWh Strom wurde von den Kunden im Netzgebiet des Unternehmens abgenommen, davon etwa 2000 Millionen kWh im Bereich der größeren Sondervertragskunden. Auf die Geschäftskunden außerhalb des Netzgebietes entfielen 650 Millionen kWh. Für das Jahr 2001 setze sich der Trend fort. Schon jetzt seien weitere 1000 Millionen kWh Stromabsatz bundesweit vertraglich abgesichert, so Deppe.


Der LIZA-Prozess (LIZA steht für Leitlinien, Ideen, Ziele, Aktivitäten) zur Ergebnisverbesserung hätte außerdem wesentlich effizienter und schneller gegriffen als ursprünglich vermutet. So konnten beispielsweise allein in den Kraftwerken die Sachkosten durch eine Optimierung der Instandhaltungsstrategie um 6,5 Millionen DM gesenkt werden. Bedingt positiv sei auch die Auswirkung des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG) einzuschätzen. Zuletzt kämen noch zwei weitere Aspekte positiv hinzu: Die EXPO 2000 hat mit einem zusätzlichen Absatz den Umsatz mit etwa 32 Millionen DM stabilisiert. Zum anderen brachte der Verkauf des Ihme-Zentrums einen Erlös von etwa 40 Millionen DM.


Auf dieser Basis sowie aufgrund notwendiger Preisanpassungen im Bereich der Gaslieferungen stiegen die Umsatzerlöse von 1199,70 Millionen auf 1391,30 Millionen DM im Jahr 2000. Darin enthalten ist auch die Stromsteuer, die das Unternehmen an den Bund weiterleitet. Die Konzessionsabgabe an die Städte und Gemeinden im Netzgebiet der Stadtwerke Hannover wurden mit etwa 93,3 Millionen DM in voller Höhe erwirtschaftet. Die Gewinnabführung entsprechend dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der VVG mbH liegt nach Bedienung des Genussscheinkapitals in einer Höhe von etwa 85,3 Millionen DM gegenüber noch etwa 65 Millionen DM im Vorjahr. Darin enthalten sind etwa 12,3 Millionen DM Dividende für die außen stehenden Aktionäre. Mit dem Plus von 22,9 Millionen Mark gegenüber dem Vorjahr hat das Unternehmen trotz Wettbewerb seinen "shareholder value" erheblich gesteigert. Walter Meinhold, Vorsitzender der Aufsichtsrates, sieht sein Vertrauen in das Unternehmen bestätigt. "Die Stadtwerke Hannover haben sich mit ihrer Strategie hervorragend im Wettbewerb behauptet, wie das vorliegende Ergebnis beweist."

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