Schlussstrich

Stadtwerke Hannover AG verkaufen ihre Anteile an der Ampere AG

Die Stadtwerke Hannover haben ihre Anteile am Berliner Strombroker Ampere wieder verkauft. Damit zogen sie die Konsequenzen aus den monatelangen Streits um das Vorgehen gegen die Fusion von E.ON und Ruhrgas. Während die Stadtwerke die Ministererlaubnis akzeptierten, reichte Ampere gegen den Willen des Mehrheitsaktionärs Klage ein.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Nach langen intensiven Verhandlungen hat die Stadtwerke Hannover AG gestern ihre 75,1 Prozent-Anteile am Berliner Stromhändler Ampere AG an die bisherigen Minderheitsaktionäre übertragen. Wie das mit dem Verkauf der Anteile betraute Vorstandsmitglied Jochen Westerholz mitteilte, konnte beim Verkauf der Aktien die im Unternehmen übliche Rendite erzielt werden. Damit wurde gleichzeitig den Vorgaben des Aufsichtsrats Rechnung getragen.

Damit zog der Hannoveraner Energieversorger einen endgültigen Schlussstrich unter die Querelen der letzten Monate, in denen über das Vorgehen gegen die Fusion von E.ON und Ruhrgas gestritten wurde. Während Ampere den Zusammenschluss als Bedrohung ansah und rechtlich dagegen vorging, akzeptierten die Stadtwerke Hannover die Ministererlaubnis.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromnetz Ausbau

    E.ON besiegelt Verkauf der Stadtwerke-Tochter Thüga

    Mit einem Milliarden-Deal haben deutsche Kommunen einen Teil der Strom- und Gasversorgung wieder komplett in Staatshand zurückgeholt. Der Vertrag zum Verkauf der Thüga-Gruppe ist unterzeichnet, wie der E.ON-Konzern am Freitag in Düsseldorf mitteilte.

  • Energieversorung

    Bremer Genossenschaft will Stadtwerken Konkurrenz machen

    Ab April will die Bremer Energiehaus Genossenschaft (BEnergie) den Gasversorgern in Bremen und Niedersachsen Konkurrenz machen. Angestrebt sei ein Preisvorteil von 50 Euro pro Haushalt, sagt Vorstandssprecher Jürgen Franke. Möglich werde dies durch die Zusammenarbeit mit einem niederländischen Lieferanten.

  • Stromnetz Ausbau

    Anforderungen an eine europäische Netzzugangsverordnung aus kommunaler Sicht

    Im Auftrag von neun großen kommunalen Versorgern hat das Aachener Büro für Energiewirtschaft und Technische Planung Anforderungen für eine sachgerechte Ausgestaltung des neuen EU-Energierechts vorgelegt. Schwerpunkt der Untersuchung war die EU-Verordnung über die Netzzugangsbedingungen für den grenzüberschreitenden Stromhandel.

  • Energieversorung

    WWF-Initiative: Umschalten auf saubere Energie

    Der World Wide Fund For Nature (WWF) hat die Initiative "Power Switch!" gestartet und will damit die Energieversorger zu bewegen, beim ohnehin nötigen Neubau der Kraftwerke auf eine verbesserte Effizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien zu achten. Verschiedene Versorgungsunternehmen haben sich der Initiative bereits angeschlossen.

  • Stromtarife

    Hannover: Neue Fassade für das "enercity expo café"

    Die neue Fassade besteht aus einer Lichtinstallation mit dem Namen "Plasma". 595 Neonröhren, die elektronisch auf- oder abgedimmt werden sorgen so für den optischen Eindruck permanent fließender Energie. Die neue Gestaltung der Fassade wurde durch einen Sicherheitsmangel an der alten Fassade notwendig.

Top