DEH aufbauen

Stadtwerke Essen und Duisburg wollen bundesweit Gas anbieten

Die Stadtwerke Essen und Duisburg wollen laut einem Pressebericht in den bundesweiten Gasmarkt einsteigen und Handelsketten wie Aldi und Lidl mit Gas beliefern. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung unter Hinweis auf den Konsortialvertrag, der der Zeitung vorliegt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Gemeinsam mit vier weiteren Gasversorgern und der E.ON-Tochter Thüga wollen die beiden Stadtwerke die Deutsche Erdgashandels GmbH (DEH) zu einem Gasversorger aufbauen, der die großen deutschen Handelsketten wie Aldi oder Lidl beliefern soll.

Der Rat der Stadt Essen soll am kommenden Mittwoch grünes Licht für den Einstieg geben. Die Stadtwerke sollen in den nächsten Jahren jeweils rund 3,6 Millionen Euro als Einlagen und Kredite investieren.

Ab 2015 soll die Handelsgesellschaft Gewinne machen. Die Stadtwerke Essen begründen den Einstieg in den bundesweiten Markt mit dem Wegfall des Gasmonopols und den Eintritt von Wettbewerbern in das eigene Absatzgebiet.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromnetz Ausbau

    E.ON besiegelt Verkauf der Stadtwerke-Tochter Thüga

    Mit einem Milliarden-Deal haben deutsche Kommunen einen Teil der Strom- und Gasversorgung wieder komplett in Staatshand zurückgeholt. Der Vertrag zum Verkauf der Thüga-Gruppe ist unterzeichnet, wie der E.ON-Konzern am Freitag in Düsseldorf mitteilte.

  • Hochspannungsmasten

    Gasversorger machen Millionen-Zugeständnisse (Upd.)

    Das Bundeskartellamt hat für Millionen Verbraucher eine Entlastung bei den Energiepreisen erreicht. Zahlreiche Gasversorger haben nach einer Preisüberprüfung zugesagt, in der nächsten Jahresabrechnung Bonuszahlungen beziehungsweise Gutschriften vorzunehmen, Preiserhöhungen aufzuschieben oder die Preise zu senken.

  • Hochspannungsleitung

    NRW: Weitere Gaspreis-Erhöhungen drohen

    Für die Gaskunden im Ruhrgebiet werden die angekündigten deutschlandweiten Gaspreiserhöhungen schon bald zur Realität: Einem Bericht der WAZ zufolge, wollen beispielsweise die Stadtwerke Herne ihren "Revierflamme Fix"-Tarif um einen Cent pro Kilowattstunde erhöhen. Auch in Bochum und Witten sind Erhöhungen geplant.

  • Strompreise

    Gasversorger reagieren offenbar auf Preisproteste

    Viele Stadtwerke haben trotz Preiserhöhungen der Gaslieferanten zum 1. April auf eine Erhöhung der Verbraucherpreise verzichtet. Das sagte zumindest Gasverbandschef Uwe Steckert der WAZ. Gleichzeitig wurde das Ergebnis der kartellrechtlichen Überprüfung der Gaspreise in Nordrhein-Westfalen bekannt.

Top