Gestiegene Beschaffungskosten

Stadtwerke Erfurt erhöhen Gaspreise

Nach Angaben der Stadtwerke Erfurt ergibt sich für eine kleinere Stadtwohnung mit einem Verbrauch von 12 800 Kilowattstunden pro Jahr eine Mehrbelastung von etwa 3,09 Euro pro Monat. Eine Familie im Einfamilienhaus mit einem jährlichen Verbrauch von 20 000 Kilowattstunde zahle etwa 4,83 Euro mehr im Monat.

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Erfurt (ddp-lth/sm) - Die Stadtwerke Erfurt Gasversorgung GmbH erhöht die Preise für Erdgas. Zum 1. März verteuere sich der Arbeitspreis um brutto 0,29 Cent pro Kilowattstunde, teilte das Unternehmen mit. Die Erhöhung des mengenabhängigen Arbeitspreises betreffe alle Tarifkunden und Kunden mit Sonderabkommen im Versorgungsgebiet des Unternehmens. Die Grundpreise bleiben unverändert.

Nach Angaben der Stadtwerke ergibt sich für eine kleinere Stadtwohnung mit einem Verbrauch von 12 800 Kilowattstunden pro Jahr eine Mehrbelastung von etwa 3,09 Euro pro Monat. Eine Familie im Einfamilienhaus mit einem jährlichen Verbrauch von 20 000 Kilowattstunde zahle etwa 4,83 Euro mehr im Monat.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Erfurt Gasversorgung, Peter Zaiß, begründete die Preisanhebung mit den gestiegenen Beschaffungskosten. Diese Mehrkosten könne man als lokaler Erdgasversorger nicht ausgleichen. "Die Behauptungen, die Preise würden grundlos steigen, ist sachlich falsch und führte nur zu einer Verunsicherung aller Gaskunden", erklärte Zaiß. Die erhöhten Einkaufskosten würden zudem nur zum Teil an die Verbraucher weitergegeben. Damit hoffe das Unternehmen, die ohnehin hohen Belastungen für seine Kunden etwas zu dämpfen.

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