Übernahme

Stadtwerke Engen übernehmen die Gasversorgung von der THÜGA

Drei Jahre hat die Stadt Engen mit der THÜGA verhandelt, jetzt ist es soweit: Ab Januar kommenden Jahres werden die Stadtwerke Engen das Erdgasnetz übernehmen und die Kunden jetzt auch mit Gas versorgen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Stadt Engen hat nach knapp dreijährigen Verhandlungen das Erdgasnetz vom Gas- und Elektrizitätswerk Singen der THÜGA AG (früher CONTIGAS AG) gekauft, um es ab Januar 2002 als weiteren Betriebszweig in die Stadtwerke einzugliedern. Die Entscheidung zum Kauf des Gasnetzes war den kommunalen Entscheidungsträgern insbesondere wegen der guten und langjährigen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Engen und dem Gas- und Elektrizitätswerk Singen nicht leicht gefallen. Bis zuletzt hat THÜGA für eine Beteiligung an den Stadtwerken geworben. Neben dem Kaufvertrag wurde eine Vereinbarung über die technische Betriebsführung des Erdgasnetzes und über die Gaslieferung unterzeichnet. Die Errichtung der erforderlichen Gasübernahmestation bei Engen-Neuhausen hat THÜGA bereits vor einigen Wochen im Auftrag der Stadtwerke in Angriff genommen.

Der 1979 mit der damaligen CONTIGAS abgeschlossene Konzessionsvertrag für die Gasversorgung in Engen lief 1999 aus. Im Oktober 1998 wurde CONTIGAS von der Stadt Engen unterrichtet, dass die künftige Versorgung geprüft und in die Prüfung auch eine Übernahme der Gasversorgung durch die Stadtwerke Engen einbezogen werde. Seit dieser Zeit wird die Stadt auch von der Essener Beratungsgesellschaft EST Gesellschaft für Energiesystemtechnik mbH unterstützt. Im Laufe des Jahres 1999 konkretisierte sich nach mehreren Verhandlungsrunden die Übernahmeabsicht der Stadt, nachdem Vergleichsrechnungen der EST Vorteile der Kauflösung gegenüber einer Beteiligung oder einem neuen Konzessionsvertrag auswiesen. THÜGA wird das Netz zu einem Preis von 6,5 Millionen DM verkaufen. Damit sind ab 1. Januar alle Erdgaskunden Kunden der Stadtwerke Engen. THÜGA übernimmt für zwei Jahre die technische Betriebsführung und wird außerdem den Stadtwerken das Erdgas als Vorlieferant übergeben.

Die Stadt Engen sieht in der zusätzlichen Versorgungssparte eine Verstärkung der Kundenbindung und damit auch eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

Das könnte Sie auch interessieren
Top