Grünes Licht

Stadtwerke Chemnitz und Erdgas Südsachsen fusionieren

Der Chemnitzer Stadtrat hat den Weg für eine Fusion von Stadtwerke Chemnitz AG und Erdgas Südsachsen GmbH freigemacht. Die Abgeordneten stimmten am Mittwochabend mehrheitlich für die Bildung eines neuen Regionalversorgers in Chemnitz rückwirkend zum 1. Januar.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Chemnitz (ddp/red) - Der Zweckverband Gasversorgung in Südsachsen soll dem Vorhaben am 1. Juli zustimmen. Ziel der Fusion ist ein starker und wettbewerbsfähiger Dienstleister für Strom, Gas, Wasser und Wärme in Südsachsen, wie die Verwaltung ihre Beschlussvorlage begründete.

An dem neuen Unternehmen sollen die Stadt Chemnitz und der Zweckverband je 25,5 Prozent, die Thüga AG 39,85 Prozent und die envia Mitteldeutsche Energie AG 9,15 Prozent halten. Als Unternehmenssitz ist Chemnitz vorgesehen. Von den langfristigen finanziellen Effekten der Fusion im Umfang von etwa 21 Millionen Euro pro Jahr werde die Stadt mit etwa fünf Millionen Euro partizipieren, sagte Kämmerer Detlef Nonnen (CDU). Hinzu kämen jährliche Gewerbesteuereinnahmen von mehreren Millionen Euro.

Ein Änderungsantrag der FDP-Fraktion zur Durchführung eines Bürgerentscheids in einer für die Stadt Chemnitz wichtigen Angelegenheit, wie es hieß, hatte zuvor nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit des Stadtrates gefunden. FDP-Fraktionsvorsitzender Andreas Schmalfuß kündigte an, den Bürgerentscheid nachträglich über ein Bürgerbegehren herbeiführen zu wollen. Dafür müssten 10.000 Unterschriften gesammelt werden.

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