Stadtwerke Chemnitz: Durchleitung nicht zumutbar

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Die Frage der Stromdurchleitung treibt immer suspektere Blüten. Auf eine Anfrage einer Energieberatung in Ratzeburg nach der Durchleitung durch ihre Verteilernetze antwortete die Stadtwerke Chemnitz AG folgendes:


"Unter Beachtung einer sicheren, preisgünstigen und umweltverträglichen leistungsgebundenen Versorgung ist uns eine solche Lieferung aus betriebsbedingten Gründen nicht zumutbar. Begründung: Die Stadtwerke Chemnitz AG ist ein Versorgungsunternehmen, welches über seine Netze im Querverbund Kunden mit Elektroenergie, Erdgas, Fernwärme, Fernkälte und Trinkwasser beliefert. Elektroenergie und Fernwärme werden dabei in eigenen Erzeugungsanlagen in technisch-wirtschaftlich sinnvoller Kraft-Wärme-Kopplung unter Verstromung von heimischer Braunkohle erzeugt und verteilt. Durch die von Ihnen sowie von weiteren anderen Antragstellern beabsichtigte Durchleitung von elektrischer Energie wird mit der damit zwangsläufig verbundenen erheblichen Verdrängung dieser technisch-wirtschaftlich sinnvollen Kraft-Wärme-Kopplung ein wirtschaftlicher Betrieb unserer Erzeugungsanlagen verhindert. Unter Bezugnahme auf Art. 1, §6 Abs. 3 i.V.m. Art.4, §3 Abs. 1 Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts müssen wir darum die Durchleitung aus betriebsbedingten Gründen verweigern.


Resultierend aus dieser Tatsache sind wir derzeit auch nicht bereit, Durchleitungsentgelte zu benennen, die zu einem eventuell spätereren Zeitpunkt dann nicht mehr relevant sind (Veröffentlichungspflicht nicht vor 2000).


Unbedacht der vorstehend gemachten Aussagen ist sich die Stadtwerke Chemnitz AG durchaus bewußt, dass die mit der Marktöffnung entstandenen wettbewerblichen Vorteile auch ihren Niederschlag bei unseren Kunden finden müssen und werden."

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