Konstante Strompreise

Stadtwerke Bielefeld zufrieden mit Halbjahresbilanz

Der Stromversorger konnte im ersten Halbjahr 2004 eine Steigerung der Stromabgabe von rund 17 Prozent verbuchen, die sich zum Jahresende hin vermutlich auf sechs Prozent relativieren wird. Laut Aussagen des Unternehmen werden die Strompreise der Stadtwerke zum Jahreswechsel stabil bleiben.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Bielefeld (red) - "Durchaus zufriedenstellend" beurteilen die Geschäftsführer Wolfgang Brinkmann und Friedhelm Rieke übereinstimmend den Geschäftsverlauf der Unternehmensgruppe Stadtwerke Bielefeld aufgrund des Halbjahres-Ergebnisses 2004. "Wir konnten unsere Chancen im Stromgeschäft nutzen und die Stromabgabe weiter erhöhen. Der Erdgas- und Fernwärmeverkauf liegt aus heutiger Sicht, trotz eines leichten Abgaberückgangs infolge des milden Winters, im Rahmen unserer Planung. Ebenso die Wasserabgabe, die entsprechend des langjährigen Trends weiter stagniert."

"Seit der Liberalisierung des Energiemarkts haben sich die Stadtwerke Bielefeld positiv entwickelt. Der Stromabsatz konnte um über 50 Prozent gesteigert werden", erläuterte Rieke. Im ersten Halbjahr 2004 sei die Stromabgabe gegenüber dem Vorjahr um knapp 17 Prozent gestiegen. Im zweiten Halbjahr werde sich dies relativieren, das Unternehmen geht für das Gesamtjahr 2004 von einer Steigerung um fast sechs Prozent aus.

Da rund 40 Verträge mit weiteren Großkunden wie der Universität Bielefeld abgeschlossen wurden, sei so bereits die Basis für ein gutes Geschäftsjahr 2005 gelegt worden. Zudem beziehen benachbarte Stromversorger wie Detmold und Gütersloh Teilmengen ihres Bedarfs von den Stadtwerken, so dass das Unternehmen im kommenden Jahr im einer Steigerung der Gesamtstromabgabe von etwa 15 Prozent rechnet. "Auch wenn wir die Kostenentwicklung in der Strombeschaffung noch nicht abschließend überblicken, sind wir derzeit optimistisch, die Strompreise für unsere Tarifkunden über den Jahreswechsel 2004/05 stabil halten zu können", so Rieke zur aktuellen Diskussion über Strompreiserhöhungen. Nach den derzeitigen Erkenntnissen gehen die Stadtwerke davon aus, dass der Gesamtumsatz mit 369 Millionen Euro den Vorjahresumsatz um zwei Millionen Euro übertrifft.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom sparen

    Fast jeder zweite Haushalt muss mehr für Strom zahlen

    Für mehr als die Hälfte aller deutschen Haushalte wird die Stromrechnung im kommenden Jahr deutlich teurer. Knapp 350 Stromversorger erhöhen Anfang Dezember oder zum Jahreswechsel die Preise, darunter auch Vattenfall. In den nächsten Tagen könnten noch weitere Versorger hinzu kommen.

  • Stromnetz Ausbau

    Thüringen: Stadtwerke dürfen Strompreise nicht erhöhen

    Den Kunden von Stadtwerken in Thüringen droht vorerst keine Strompreiserhöhung. Entsprechende Anträge von 23 kommunalen Stromversorgern seien bislang nicht genehmigt worden, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag in Erfurt mit. Fünf Stadtwerke verfolgten dagegen eine Unternehmensstrategie im Kundeninteresse.

  • Stromnetz Ausbau

    VEA bemängelt: Strompreise auf Rekordniveau

    Der neuste VEA-Strompreisvergleich macht noch immer ein starkes Preisgefälle zwischen den Stromgebühren im Osten und im Westen Deutschlands deutlich. Zudem bilanziert der Verband starke Strompreiserhöhungen in den letzten zwölf Monaten und erkennt ein Oligopol, das die Höhe der Strompreise diktieren könne.

  • Hochspannungsmasten

    Fünf Stadtwerke bieten "Energiepaket"

    Neukunden der Stadtwerke Bielefeld, Bad Salzuflen, Detmold, Gütersloh und Lemgo erhalten künftig u.a. bei Wohnungsbaugesellschaften oder Bürgerberatungen ein "Energiepaket". Hier sind die wichtigsten und nützlichsten Tipps und Tricks zusammengestellt, es gibt zudem Ausflugstipps und Veranstaltungshinweise.

  • Stromnetz Ausbau

    Stadtwerke Bielefeld verkaufen 41 Prozent des Stroms außerhalb

    Mit einem "guten" Gesamtergebnis haben die Stadtwerke Bielefeld das vergangene Geschäftsjahr abgeschlossen. Die Stromabgabe beispielsweise steigerte das Unternehmen seit 1998 um 45 Prozent, der Anteil der Stromabgabe außerhalb des angestammten Bielefelder Versorgungsgebietes beträgt mittlerweile 41 Prozent.

Top