Bilanz 2003

Stadtwerke Bielefeld verkaufen 41 Prozent des Stroms außerhalb

Mit einem "guten" Gesamtergebnis haben die Stadtwerke Bielefeld das vergangene Geschäftsjahr abgeschlossen. Die Stromabgabe beispielsweise steigerte das Unternehmen seit 1998 um 45 Prozent, der Anteil der Stromabgabe außerhalb des angestammten Bielefelder Versorgungsgebietes beträgt mittlerweile 41 Prozent.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Bielefeld (red) - Die Stadtwerke Bielefeld können auf einen positiven Geschäftsverlauf im Jahr 2003 zurückblicken. Dazu trugen die deutlich verbesserten Ergebnisse der Tochterunternehmen moBiel (Verkehr) und BITel (Telekommunikation) bei. Auch das Stromgeschäft, in dem gegenüber dem Vorjahr vor allem durch Neukunden eine Abgabesteigerung von 4,6 Prozent verzeichnet wurde, trug zum guten Geschäftsergebnis bei.

"Mit einem Bilanzgewinn von knapp 16,8 Millionen Euro (Vorjahr 12 Millionen Euro) konnte, auch aus Sicht unserer Gesellschafter Stadt Bielefeld und swb AG Bremen, ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden", so das Fazit von Wolfgang Brinkmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Bielefeld, bei der Vorstellung des Abschlusses für das vergangene Jahr.

Das Stromgeschäft hat sich laut Bericht seit Beginn der Liberalisierung 1998 trotz des schwierigen Umfelds äußerst positiv entwickelt. In diesem Zeitraum konnten die Stadtwerke ihre Stromabgabe insgesamt um über 45 Prozent steigern. Der Anteil der Stromabgabe außerhalb des angestammten Bielefelder Versorgungsgebietes beträgt mittlerweile 41 Prozent. "Insbesondere die Entwicklung des Stromgeschäfts mit unseren Großkunden spiegelt das kontinuierliche Wachstum wider. Einerseits gibt es starke Bindungen unserer Bielefelder Kunden an unser Unternehmen, andererseits konnten Neukunden im regionalen und nationalen Markt hinzu gewonnen werden", kommentiert Friedhelm Rieke, Geschäftsführer der Stadtwerke.

Die Umsatzerlöse, einschließlich sonstiger Erträge aber ohne Stromsteuer, in Höhe von 381,5 Millionen Euro liegen knapp sechs Prozent über denen des Vorjahres (359,7 Millionen Euro). Bei dem Materialaufwand ergab sich im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um fast sieben Millionen Euro auf 196 Millionen Euro. "Wir freuen uns, dass es uns durch unser positives Geschäftsergebnis möglich ist, den städtischen Haushalt um 61,9 Millionen Euro zu entlasten", so Wolfgang Brinkmann abschließend in seinem Bericht zur wirtschaftlichen Lage.

Ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Stadtwerke Bielefeld sei zudem die Sicherstellung einer preisgünstigen und sicheren Stromerzeugung. Mit der E.ON Energie AG konnten die Grundlagen sowohl für eine Neustrukturierung der Energie- und Entsorgungslandschaft in OWL als auch für eine künftige Zusammenarbeit im Bereich der Stromerzeugung vertraglich vereinbart werden. Für die Stadtwerke sei aufgrund dieser Vereinbarungen die Stromerzeugung im Gemeinschaftskraftwerk Weser (GKW) in Veltheim und im Kernkraftwerk Grohnde bis 2018 (Laufzeit KWG) gesichert und die Eigenständigkeit in der Stromversorgung gewährleistet, heißt es in dem Bericht.

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