Stadt Weiterstadt entscheidet sich für ökologische Stromversorgung

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Ab Oktober bezieht die Stadt Weiterstadt umweltverträglich erzeugten Strom von der HEAG NaturPur AG. Etwa ein Viertel des städtischen Strombedarfs (530 000 Kilowattstunden im Jahr) wird künftig in regionalen Kraftwerken erzeugt, die erneuerbare Energieträger wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse zur Stromerzeugung nutzen. Einen entsprechenden Liefervertrag unterzeichneten Bürgermeister Peter Rohrbach und Erster Stadtrat Gerhard Zeller Ende September mit der HEAG NaturPur AG. Der Bezug von Ökostrom sei eine Maßnahme zum Klimaschutz im Sinne der Lokalen Agenda 21. Pro Jahr werden durch diesen Schritt fast 350 000 Kilogramm weniger Schadstoffe an die Umwelt abgegeben.


Die seit der Liberalisierung des Strommarktes stark gesunkenen Preise für "Normalstrom", der überwiegend aus Kohle- und Atomkraftwerken stammt, brachten der Stadt Weiterstadt deutliche Einsparungen gegenüber den Stromkosten im Jahr 1998. Den Ökostrombezug sieht Bürgermeister Rohrbach als Teil eines Gesamtkonzeptes: "Die Ersparnisse verwenden wir einerseits für den Bezug ökologisch produzierten Stroms und wollen damit regenerative Energien fördern. Zum anderen sind wir bestrebt, energiesparende Technologien einzusetzen, um den Stromverbrauch generell zu senken. Somit erzielt Weiterstadt einen doppelten Nutzen für die Umwelt und hat trotz des Ökostrombezugs noch um gut 44 000 Mark reduzierte Energiekosten." Die HEAG NaturPur AG investiert ihrerseits in den Ausbau regenerativer Stromerzeugung in der Region Südhessen. Somit profitiert die Region von der Entlastung der Umwelt und die Stärkung des regionalen Gewerbes macht sich positiv auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.

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