Nachfrage bestimmt den Ausbau

Stade de Suisse Wankdorf-Stadion: Erstes Solardach fertig

Das weltgrößte stadionintegrierte Sonnenkraftwerk auf dem Wankdorf Nationalstadion im schweizerischen Bern nimmt Gestalt an - der erste Teil des ersten Bauabschnitts ist fertig gestellt. Insgesamt wurden 2500 Quadratmeter Fläche mit 1500 Solarpanels abgedeckt. Ab Frühjahr 2005 wird der subventionsfreie Öko-Strom zu kaufen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Die schweizerische BKW FMB Energie AG hat das erste Solardach auf dem Stade de Suisse Wankdorf in Bern bereits gedeckt. Auf dem neuen Wankdorf-Stadion soll, wie bereits berichtet, das weltgrößte stadionintegrierte Sonnenkraftwerks entstehen. Beim Bau der riesigen Anlagen werden verschiedene Innovationen umgesetzt, so auch - als Weltneuheit - ein Schienenfahrzeug für den Unterhalt.

Um den Ausbau in zweiter Etappe zu forcieren, hat die BKW FMB Energie AG ihre Kunden nun dazu aufgerufen, Vorbestellungen für den Solarstrom vom neuen Nationalstadion zu tätigen. Die Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG ist der erste gewerbliche Abnehmer des Sonnenstroms, derweil Simonetta Sommaruga, Ständerätin und Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz, erste Haushaltskundin ist. Ab Frühjahr 2005 wird der Sonnenstrom unter der Marke "1to1 energy sun star" vom Stade de Suisse zu kaufen sein - und zwar als günstigster subventionsfreier Sonnenstrom der Schweiz. Der genaue Preis wird erst nach Fertigstellung des Sonnenkraftwerks definitiv festgelegt; er soll jedoch "erheblich unter einem Franken pro Kilowattstunde" liegen - das entspricht in etwa 65 Cent.

Dank günstiger Witterung und hohem Arbeitseinsatz ist das erste große Solar-Dach von rund 2500 Quadratmeter Fläche - das entspricht rund 30 Prozent der ersten Bauetappe - mit rund 1500 Solarpanels bereits gedeckt. Bis Jahresende sollen zwei weitere großen Dächer im Rahmen der ersten Bauetappe fertig gestellt sein. Bei ausreichender Nachfrage nach dem Sonnenstrom "1to1 energy sun star" wird die BKW FMB Energie AG im kommenden Frühjahr den Gesamtausbau des Sonnenkraftwerkes auf dann 1,3 Megawatt Spitzenleistung vornehmen.

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