Vorwurf Bilanzmanipulation

Staatsanwalt ermittelt auch gegen Conergy-Chef Ammer

Conergy-Chef Dieter Ammer gehört zum Kreis der Personen, gegen die die Hamburger Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs der Bilanzmanipulation ermittelt. Die anderen Betroffenen seien schon aus dem Unternehmen ausgeschieden, teilte der Vorstandsvorsitzende in einem Schreiben an die Mitarbeiter mit.

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Hamburg (ddp-nrd/red) - Dem Schreiben zufolge gehört Ammer zu den Personen, "gegen die von der Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt wird. Alle anderen Betroffenen sind bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden", heißt es wörtlich. Ferner habe Ammer den Ermittlungsbehörden volle Kooperation zugesagt und den Aufsichtsrat der Conergy AG informiert.

Ammer betonte außerdem, dass weder er noch der Bilanzausschuss oder der Aufsichtsrat zu irgendeinem Zeitpunkt von eventuellen Bilanzfälschungen gewusst beziehungsweise diese begleitet hätten. Die Ermittlungen betreffen seinen Worten zufolge die Periode 2006/07, als er als Aufsichtsratsvorsitzender der Conergy tätig war.

"Ich bin deswegen überrascht und enttäuscht, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen hat, obwohl ich die Aufarbeitung der damaligen Ereignisse maßgeblich vorangetrieben habe", schrieb Ammer weiter. "Der Aufsichtsrat hat die Aufklärung damals teilweise noch vor den Ermittlungen der Bilanzpolizei und der BaFin zügig aufgenommen und erheblich vorangetrieben."

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