In Echtzeit

Spritpreise vergleichen wird bald einfacher

Die neue Meldestelle für Spritpreise soll bald ihren Betrieb aufnehmen: Vermutlich ab September werden die Preise in Echtzeit ins Netz gestellt und über Navis und Apps abrufbar sein. Das bringt einige Vorteile, denn bisher werden die Daten meist von Nutzern gepflegt und sind zudem nicht immer aktuell. Mit der Meldestelle soll sich das ändern.

Benzinpreise© Maria.P / Fotolia.com

Berlin/Bonn/München (dpa/tmn/red) - Experten wie Andreas Hölzel vom ADAC versprechen sich von dem neuen System viel: "Was kommt, ist eine bessere Sache", sagte Hölzel. Sobald die Meldestelle ihren Betrieb aufnimmt, werde der ADAC eine neue App für den Preisvergleich anbieten.

Daten können veraltet sein

Schon jetzt können Autofahrer Treibstoffpreise mit Apps wie von Clever-tanken.de oder Mehr-tanken.de vergleichen, die es für Android, iOS und Windows Phone gibt. Auch T-Online ist mit der TankenApp vertreten. Doch unter Umständen können die Daten veraltet sein, wenn der Autofahrer an der Zapfsäule ankommt, da die Spritpreise stets in Bewegung sind. Worauf User bei der Abfrage derzeit noch besonders achten sollten, ist die Aktualität der Angaben: "Ein wichtiger Punkt ist: Wie alt sind die Daten?", sagte Hölzel.

Bisher werden Daten von Nutzern gepflegt

Trotzdem sind die Spritspar-Apps jetzt bereits nützlich, um zumindest Anhaltspunkte für Preisunterschiede zwischen den Tankstellen in der Umgebung zu bekommen. Dazu geben Nutzer Spritsorte und Suchradius an. Mit Start des neuen Meldesystems sollen die Daten topaktuell sein, so das Versprechen. Bislang stammen die Preisangaben, auf die Apps zurückgreifen, zum überwiegenden Teil von anderen Nutzern.

Mit dem Start der Meldepflicht werden die Preisdaten ohne zeitliche Verzögerung von den Tankstellen elektronisch an die Markttransparenzstelle gemeldet. Von dort werden sie weitergeleitet an Dienstleister, Webseiten und Navigationsgeräte. Der Autofahrer kann die Daten dann über eine App auf seinem Smartphone abrufen.

Einige freie Tankstellen fehlen noch im Vergleich

Die großen Tankstellenketten Agip, Aral, Esso, JET OMV, Shell, Star und Total im Mineralölwirtschaftsverband hatten bereits Anfang August mitgeteilt, dass sie ihre Stationen angemeldet hätten. Unter den 13.000 Tankstellen befinden sich nach Angaben des Bundesverbandes der freien Tankstellen auch viele seiner Mitglieder. Rund 1200 freie Tankstellen von insgesamt 2250 fehlten derzeit noch, sagte ein Verbandssprecher.

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