Endlich

SPD: Zitterpartie um Bewag beendet

Der stellvertretende energiepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Reinhard Schultz empfindet den Verkauf der Bewag-Anteile von Mirant an Vattenfall als Gewinn für die neuen Bundesländer und die Stadt Berlin.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Zum Erwerb der Anteile des US-amerikanischen Energiekonzerns Mirant an der Bewag durch die HEW erklärt Reinhard Schultz, stellvertretender. energiepolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion:

Nach einer langen Zitterpartie ist es geschafft: Mit dem Kauf der Mirant-Anteile an der Bewag durch HEW/Vattenfall ist die "neue Kraft", der drittgrößte Stromversorger Deutschlands, komplett. Die Bewag kann in den neuen Konzern integriert, die Beteiligungsgesellschaft EBH, die das Zusammenführen von VEAG und LAUBAG bislang blockierte, kann aufgelöst werden. Gewinner sind die neuen Bundesländer, die ein Zentrum der europäischen Energiewirtschaft als industriellen Kern auf Dauer erhalten. Gewinner ist auch die Stadt Berlin, die Sitz dieses Konzerns wird. Die nächsten Schritte müssen folgen: Die Neue Kraft muss ins Gasgeschäft, als Produzent und als Verteiler. Die durch die Mehrheitsbeteiligung von E.ON an der Ruhrgas AG initiierten Entflechtungsprozesse betreffen auch den ostdeutschen Gasverteiler VNG, dessen freiwerdenden Anteile würden die Ausgangslage der Neuen Kraft deutlich verbessern. Die Wirtschafts- und Energiepolitik in Deutschland ist daran sehr interessiert. Voraussetzung ist allerdings die Einigung zwischen Käufern und Verkäufern. Das wettbewerbsrechtliche Verfahren wird die Weichen in die richtige Richtung stellen.

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