"Solarzeitalter gerettet"

SPD will Ausbau der Solarenergie beschleunigen

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Müller hat der Solarwirtschaft zugesagt, dass es keine Kürzungen bei der Förderung geben werde. Seine Fraktion will sich dafür einsetzen, dass Solarsysteme im Jahr 2002 mit 400 Millionen DM unterstützt würden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

"Kürzungen bei der Solarförderung wird es nicht geben." Dies erklärte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Müller in einem Gespräch mit Vertretern der Solarwirtschaft. Nach dem ursprünglichen Haushaltsentwurf sollte der Fördertopf für Solarwärme-Anlagen deutlich reduziert werden. Die ARGE Solarwirtschaft, eine Interessenvertretung von 1000 deutschen Solarunternehmen begrüßt die jüngste Entscheidung der SPD-Fraktion. Die Solarindustrie hatte zuvor wiederholt vor einer Verschlechterung der Solarförderung gewarnt.

Nach Angaben von Müller setzt sich die SPD-Fraktion in den laufenden Haushaltsverhandlungen dafür ein, den Fördertopf für Solarwärme-Systeme von 300 Millionen DM in diesem Jahr auf 400 Millionen DM im Jahr 2002 anzuheben. Dies sei auch die Zielsetzung des grünen Koalitionspartners, versicherte bereits vor einigen Tagen Bundesumweltminister Jürgen Trittin den Solarunternehmern. Im aktuellen Kabinettsentwurf für das Jahr 2002 waren bislang nur 170 Millionen DM vorgesehen. "Damit wäre der Start ins Solarzeitalter gerettet", kommentierte Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft die Zusage der Koalitionsfraktionen. Damit habe die Solarwirtschaft eine verlässliche Basis für weitere Investitionen und stetiges Wachstum.

Für dieses Jahr erwartet die Solarbranche einen Zubau von über 100 000 Solarwärme-Anlagen in Deutschland. Sie beschäftigt in Deutschland inzwischen etwa 15 000 Arbeitskräfte. Erklärtes Ziel von Politik und Branche ist es, die installierte Leistung, Umsätze und die Beschäftigtenzahlen bis zum Jahr 2010 zu verzehnfachen.

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