Konkrete Aussagen gefordert

SPD in Niedersachsen für bundesweite Endlagersuche

Niedersachsen sollte sich nach Ansicht der SPD dafür einsetzen, dass bundesweit und ergebnisoffen nach einem Endlager für radioaktive Abfälle gesucht wird. Ein entsprechendes Konzept des Bundesumweltministers liege seit zwei Jahren vor, sagte am Donnerstag die SPD-Landtagsabgeordnete Petra Emmerich-Koptasch.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover (ddp-nrd/sm) - "Wir brauchen endlich eine konkrete Aussage der Landesregierung." Ihre Fraktion will einen Entschließungsantrag zu diesem Thema in den Landtag einbringen.

Die SPD-Politikerin kritisierte Pläne, nach denen Niedersachsen zum Zentrum des radioaktiven Abfalls werden solle. Andere für radioaktiven Müll geeignete "Wirtsgesteine" fänden sich in Baden-Württemberg und Bayern. Es sei nicht einzusehen, dass diese Länder sich einer Endlagersuche "vor der eigenen Haustür" verweigerten.

Bislang ist nur Gorleben im Kreis Lüchow-Dannenberg als möglicher Standort für ein Endlager für hochradioaktiven Müll benannt. Auch das genehmigte Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle, Schacht Konrad, sowie das von zahlreichen Pannen betroffene Atommülllager Asse liegen in Niedersachsen.

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