Kein Pfusch

SPD-Experte fordert Kontrollen für CO2-Gebäudesanierungen

SPD-Bauexperte Rainer Fornahl fordert ein Kontrollsystem bei der Anwendung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms. Durch Pfusch, falsche Berechnungen und Billigangebote erfüllten viele sanierte Häuser nicht die Ziele der Energieeinsparverordnung, sagte Fornahl dem "Focus".

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Dabei investiere der Bund hier jährlich eine Milliarde Euro. "Gutes Geld wird also zum Fenster rausgeworfen", kritisierte Fornahl. Eine Untersuchung des Verbands Privater Bauherren an 4970 Objekten habe ergeben, dass bei fast 60 Prozent der sanierten Häuser die Berechnungen der Energieeinsparverordnung falsch seien.

Eine Studie von Deutsche Bank Research habe ergeben, dass in Deutschland bis 2030 schätzungsweise 220 Milliarden Euro in Bauleistungen zum Klimaschutz investiert würden, berichtete das Magazin. Allein 145 Milliarden Euro würden in die Sanierung von Altbauwohnungen gesteckt. Pro Jahr investierten demnach Privathaushalte, Firmen und Staat voraussichtlich etwa 10,5 Milliarden Euro, um ihre Häuser energetisch zu sanieren, Unwetterschäden zu beheben oder Emissionszertifikate zu sparen. Diese Summe entspreche jährlich 4,5 Prozent der gesamten Bauinvestitionen des Jahres 2007.

Der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Hans-Peter Keitel, sagte dem Blatt: "Mit Bauinvestitionen in Höhe von 10,5 Milliarden Euro würden in der Gesamtwirtschaft etwa 220.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert - 120.000 davon im Baugewerbe selbst."

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