Wettbewerb sichern

SPD-Energieexperte Brinkmann: Ruhrgas-Übernahme "problematisch"

Der stellvertretende energiepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Brinkmann, sieht die beabsichtigte Übernahme des Gasunternehmens Ruhrgas durch den Stromkonzern E.ON als "sehr kritisch" an.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Rainer Brinkmann, stellvertretender energiepolitischer Sprecher seiner Fraktion, hat die Fusion zwischen Ruhrgas und E.ON als "problematisch" bezeichnet. Die Übernahme der Mehrheitsanteile an der Ruhrgas durch E.ON sei energiepolitisch und aus Wettbewerbsgründen "sehr kritisch" zu betrachten, so Brinkmann - zumal sich das Bundeskartellamt eindeutig positioniert habe.

"Nicht alles, was industriepolitisch möglicherweise sinnvoll ist, muss den Zielsetzungen bundesdeutscher Energiepolitik und den Interessen der Endkunden entsprechen. Selbst wenn E.ON auch bei einem Kauf der Ruhrgasmehrheit europaweit immer noch nicht zu den größten Unternehmen gehören würde, wäre auf dem deutschen Markt der Wettbewerb erheblich gestört", sagte Brinkmann heure. Wer in Zukunft Gas als Primärenergieträger zur Stromversorgung nutzen wolle, müsse dann von einem Stromkonkurrenten E.ONs sein Gas kaufen. Damit würde die Perspektive eines funktionsfähigen Stromerzeugungswettbewerbs erheblich beeinträchtigt, so Brinkmann, der sich hinsichtlich seiner Argumentation von der des Bundeskartellamts unterstützt sieht.

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