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Spaniens ältester Atommeiler geht vom Netz

Das älteste spanische Atomkraftwerk in Garoña bei Burgos im Norden des Landes soll nach Angaben des Betreibers im Juli 2013 vom Netz gehen. Das Unternehmen Nuclenor teilte am Donnerstag mit, es habe keine Verlängerung der Laufzeit beantragt. Die Frist dazu lief am Mittwoch aus.

Atomenergie© lassedesignen / Fotolia.com

Madrid (AFP/red) - Nuclenor - zu gleichen Teilen im Besitz der spanischen Energieunternehmen Iberdrola und Endesa - hatte um eine längere Frist gebeten und dies mit der von der Regierung angekündigten Energiereform und damit einhergehenden neuen Bedingungen begründet. Die Verlängerung wurde nicht gewährt.

Zunächst hatte Madrid zugestimmt

Die Atomanlage in Santa María Garoña stammt aus dem Jahr 1971. Die Regierung in Madrid hatte im Juli einer Verlängerung ihres Betriebes bis 2019 grundsätzlich zugestimmt. Dies hatte heftige Proteste von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace ausgelöst.

Insgesamt sechs AKW in Spanien

Zur jetzt getroffenen Entscheidung erklärte Greenpeace, diese zeige "ungeachtet der Unterstützung durch die Regierung das wirtschaftliche Scheitern der Atomenergie". Zugleich rief die Organisation dazu auf, am Sonntag erneut in Santa María Garoña zu demonstrieren und die sofortige und endgültige Schließung der Atomanlage zu verlangen. Spanien verfügt über sechs Atomkraftwerke mit insgesamt acht Reaktoren.

Quelle: AFP

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