Ausblick & Perspektiven

SOLON will mit neuer Managmentstruktur "konsequenten Weg" gehen

Nach der Restruktierung im Produktions- und Vertriebsbereich will die SOLON AG nun durch eine Optimierung des Verwaltungsbereichs die Führung des Unternehmens hinsichtlich ihrer Entscheidungskraft stärken. Den Turn-around erwartet man noch in diesem Jahr.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Nach dem Rücktritt von Finanzvorstand Harald Rothschedl Anfang vergangener Woche hat der zukünftige Alleinvorstand der SOLON AG, Firmengründer Alexander Voigt, am Freitag Stellung zu den Veränderungen in der Führung des Unternehmens sowie zu dessen Entwicklungen und Perspektiven genommen. Demnach läute man nun - nach der eigenen Angaben zufolge erfolgreichen Restruktierung im Produktions- und Vertriebsbereich - eine "zweite Phase der Sanierung" ein: Durch eine Optimierung des Verwaltungsbereichs will man die Führung des Unternehmens in ihrer Entscheidungskraft künftig "wesentlich stärken".

Mit der nunmehr im Unternehmen aufgebauten starken operativen Managementebene, bestehend aus dem kaufmännischen Leiter, Produktionsleiter und Vertriebschef, gehe die SOLON AG konsequent den Weg der Kostenreduktion und Ertragssteigerung, so Voigt. Im Rahmen dieser Neugestaltung sei Rothschedl einvernehmlich aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Die erfolgreiche Umsetzung der ersten Sanierungsschritte spiegele sich in den geringer als erwartet ausfallenden Verlusten des Geschäftsjahres 2001 wider. Im vorläufigen Konzernergebnis ist der Verlust danach um eine Million Euro geringer als geplant. Mit einer Konzerngesamtleistung von 17 Millionen Euro wurde das Vorjahr um 12 Prozent übertroffen. Eine positive Tendenz zeige auch das Wachstum im ersten Quartal dieses Jahres. Der vorläufige Umsatz der SOLON AG, so Voigt, liege 68 Prozent über dem Quartalsumsatz des Vorjahres. Die Verluste hätten sich "deutlich reduziert".

Den auf der zurückhaltenden gesamtwirtschaftlichen Situation basierenden, derzeit schleppenden Zahlungseingängen begegne die SOLON AG mit einem konsequenten Liquiditätsmanagement. Der im Rahmen der Produktionsausweitung erforderliche höhere kurzfristige Finanzierungsbedarf habe gemeinsam mit einem Investor über eine externe Umlaufvermögensfinanzierung gesichert werden können.

Durch die Verbesserung der Ablaufprozesse sowie durch eine konzernweite integrierte Software im kaufmännischen Bereich nutze die SOLON AG überdies nochmals Potenziale der Kostenreduktion. Als weiterer Schritt erfolge nun die Verlagerung der Verwaltung an den Standort Berlin-Neukölln, so dass die SOLON AG effizient an einem Standort arbeiten könne.

Ein strategisch wichtiger Schritt sei die Optimierung der gesamten Konzernstruktur. So werden laut Voigt die Geschäfte der Tochterunternehmen, SolarWerk GmbH und EnergieBiss GmbH, in eine gemeinsame Photovoltaik-GmbH eingegliedert. Derart ließe sich das Photovoltaik-Geschäftsfeld optimieren. Das im Aufbau befindliche Solarthermie-Geschäftsfeld werde über einen Investor eigenständig finanziert, wobei aber die SOLON AG einen wesentlichen Anteil am Know-how und den Erfolgen dieses neuen Geschäftsfeldes halte.

"Auf Basis der eingeleiteten Restrukturierung sehen wir für die SOLON AG und den Konzern den Turn-around in diesem Jahr. Mit einer auf Basis der aktuellen Marktgegebenheiten leicht revidierten Produktionsleistungs-Planung von 8,4MWp in 2002 werden wir ein operativ positives Ergebnis in 2002 erreichen können", sagte Voigt.

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