Schwache Nachfrage

Solon-Verlust im ersten Halbjahr höher als erwartet

Der Solarmodulhersteller Solon ist im ersten Halbjahr tiefer als erwartet in die Verlustzone gerutscht. Die schwache Nachfrage nach Solarprodukten und Abschreibungen hätten das Ergebnis belastet. Das Unternehmen will für das Gesamtjahr weiter keine Prognose geben, rechnet aber mit einer Belebung des Geschäfts im Jahresverlauf.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Die Erlöse fielen den Angaben des Unternehmens zufolge in den ersten sechs Monaten von 411 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 119,4 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 145 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich ergab sich ein Fehlbetrag von 110 Millionen Euro nach einem Gewinn von 11 Millionen Euro im Vorjahr. Die Beobachter hatten hier ein Minus von 88 Millionen Euro erwartet. Bereinigt um Abschreibungen auf Beteiligungen in Frankreich und Österreich ergab sich ein Verlust von 45,2 Millionen Euro.

Die ersten sechs Monate des Jahres seien durch eine im Jahresvergleich deutlich geringere Nachfrage nach Solartechnik sowie durch einen starken Rückgang der Verkaufspreise geprägt gewesen, erklärte das Unternehmen. Während die Nachfrage nach Solarmodulen im zweiten Quartal spürbar angezogen habe, leide der Markt für solare Kraftwerkstechnik in Folge der Finanzkrise weiter unter der stark eingeschränkten Verfügbarkeit von Projektfinanzierungen für größere Projekte.

Im zweiten Quartal hat das Unternehmen ein umfassendes Restrukturierungsprogramm eingeleitet. Dazu zählen der Abbau von Leih- und Zeitarbeitskräften, die Einführung von Kurzarbeit an mehreren Konzernstandorten und der Verzicht auf variable Gehaltsbestandteile. Das Programm soll zu Kosteneinsparungen in Höhe von rund 15 Millionen Euro führen.

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