Zwischenbilanz

Solon AG zufrieden mit Geschäftsentwicklung

Zu Jahresbeginn startete die Branche schwach, die Solon AG aber ist zufrieden: Im ersten Quartal habe man die Produktion steigern, die Qualität verbessern und eine starke Umsatzausweitung verzeichnen können. Jetzt gilt es Ertragssteigerung und Kostensenkung fortzuführen, um das Geschäftsjahr operativ positiv abzuschließen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die Berliner Solon AG ist mit dem Verlauf der Unternehmensentwicklung im ersten Quartal dieses Jahres zufrieden. Wie das Unternehmen mitteilte, habe man trotz des schwachen Branchenstarts zu Jahresbeginn das Geschäft ausweiten können.

Der Standortwechsel nach Berlin-Neukölln und die Optimierung der Produktionsabläufe hätten sich positiv ausgewirkt. Allein daraus - ohne Erweiterung des Maschinenparks - habe die Produktionsleistung im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 128 Prozent gesteigert werden. Damit habe man bereits im ersten Quartal 40 Prozent der gesamten Vorjahresproduktion erreicht. Neben der Quantität sei die Qualitätsverbesserung durch Einführung von QM-Regelkreisen eine weitere Errungenschaft.

Durch die Verbesserung der Arbeitsprozesse habe man die Produktionswoche von sechs auf fünf Tage reduziert, ohne nennenswerte Einbußen in der Produktionsleistung hinnehmen zu müssen. Die Mitarbeiterzahl im Teilkonzern Deutschland habe sich von 172 Ende 2001 auf aktuell 162 verringert.

Obwohl im gesamten Solartechnikmarkt zu Beginn des Jahres eine deutliche Auftragsreduzierung zu spüren gewesen sei, habe das Unternehmen den Absatz seiner Solarmodule stark ausweiten können. Es sei gelungen, über den Abschluss von Rahmenverträgen bereits 5 MWp - 60 Prozent der geplanten Produktionsleistung - für dieses Jahr zu sichern. Erfreulich sei dabei das steigende Interesse branchenfremder Neukunden an Modulen, die Solon für diese Kunden als OEM – also unter deren eigenem Label – fertigen könne.

Auch der öffentliche Sektor gewinne wieder an Bedeutung: Die Pfalzwerke starteten etwa die Ökoinitiative Naturstrom. Unter dem Motto "Anna, 11 Jahre, betreibt ein Kraftwerk" werden die Schulen der Region Pfalz zu kleinen Solarkraftwerken. Die Solon AG liefert hierfür Solaranlagen mit einer Leistung zwischen 3,3 kWp und 4,0 kWp für zunächst 25 Schulen.

Im Verhältnis der zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelten Produktionsleistung seien die Umsatzerlöse um 300 Prozent auf rund 3,3 Millionen Euro überproportional angestiegen. Trotz zunehmender Konzentration auf reine Laminieraufträge, bei denen die zu verarbeitenden Solarzellen direkt vom Abnehmer gestellt werden und die damit Umsatz und Gesamtleistung mindern, habe man den Umsatzplan in 2001 bereits um sieben Prozent übertroffen.

Die mit der Restrukturierungsphase verbunden Aufwendungen hätten das Ergebnis des Geschäftsjahres 2001 maßgeblich beeinflusst. Nach den vorläufigen Abschlusszahlen für das Geschäftsjahr liege der Jahresverlust dennoch mit 559.000 Euro besser als die Planvorgaben. Die ersten positiven Effekte aus der Restrukturierung zeigten sich jedoch bereits im Abschluss des ersten Quartals 2002. Mit den eingeleiteten Maßnahmen und der Fortführung des Ertragssteigerungs- und Kostensenkungsprogrammes in sämtlichen Unternehmensbereichen sehe man nun die Chance, das Geschäftsjahr 2002 operativ positiv abzuschließen.

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