Wachstum

SolarWorld verstärkt Auslandsaktivitäten

Der Solartechnologiekonzern SolarWorld hat Tochterunternehmen in Spanien und den USA gegründet. Im zweitgrößten europäischen Solarmarkt Spanien soll die neue Tochter SolarWorld Iberica von den hohen Einstrahlungswerten und der attraktiven Einspeiseregelung für Strom aus Sonnenenergie profitieren.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Bonn (ddp/sm) - Der Bonner Solartechnikhersteller SolarWorld baut sein Auslandsgeschäft aus und hat Tochterunternehmen in Spanien und den USA gegründet. Für das kommende Jahr sei zudem ein Konzernableger in Asien geplant, sagte Vorstandschef Frank Asbeck heute der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Als Standort kämen China, Südkorea, Thailand oder Vietnam in Frage. Insgesamt wolle SolarWorld den Exportanteil in den kommenden drei Jahren auf 60 Prozent verdoppeln.

Die SolarWorld-Aktien profitierten von den Ankündigungen und führten heute Mittag mit einem Plus von über zwei Prozent auf gut 112 Euro die Gewinnerliste des TecDAX an.

Die neue spanische Tochter SolarWorld Iberica solle im zweitgrößten europäischen Solarmarkt von den hohen Einstrahlungswerten und der attraktiven Einspeiseregelung für Strom aus Sonnenenergie profitieren, teilte das Unternehmen mit. Zudem sei Spanien einer der wachstumsstärksten Märkte in Europa. Die spanische Regierung habe vor wenigen Tagen neue Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien beschlossen und wolle die Solar-Gesamtkapazitäten in den kommenden Jahren verzehnfachen.

Zudem erwartet SolarWorld ein kräftiges Marktwachstum in den USA, an dem das neue Tochterunternehmen SolarWorld California teilhaben soll. In den USA stehe die Solarenergie vor einem Aufschwung, nachdem der US-Kongress nach jahrelangen Debatten im August ein neues Energiegesetz verabschiedet habe, hieß es. Dieses Gesetz räume Käufern von Solaranlagen Steuervorteile von 30 Prozent ein. Deshalb sei insbesondere im sonnigen Kalifornien ein deutlicher Schub für den Solarmarkt zu erwarten. Bislang war SolarWorld außerhalb Deutschlands nur in Schweden mit einer Produktionsstätte vor Ort präsent.

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