Übernahme-Angebot

Solarworld-Chef hält an Opel-Kauf fest

Der Chef des Bonner Solarkonzerns Solarworld, Frank Asbeck, hält weiterhin an seinem Angebot für eine Übernahme der deutschen Opel-Standorte fest. "Ich habe ein reelles und realistisches Angebot gemacht. Das ist mein voller Ernst", sagte Asbeck dem Wirtschaftsmagazin "Focus-Money" laut Vorabbericht.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp.djn/sm) - Per Saldo setze Solarworld maximal 250 Millionen Euro ein. Das sei ein Jahresgewinn. "Wir würden Opel sofort 250 Millionen Euro Liquidität zur Verfügung stellen und weitere 750 Millionen Euro Kreditlinien", erklärte Asbeck. Für die Kredite solle der Bund bürgen, da Opel ja schon eine Bundesbürgschaft über 1,8 Milliarden Euro beantragt habe.

Asbeck wies die Kritik zurück, sein Opel-Angebot sei unseriös. "Ich sehe nicht ein, dass einer, der etwas unternimmt, deshalb gleich unseriös sein soll", entgegnete der Chef des im TecDAX notierten Unternehmens. Opel wäre nicht der erste Sanierungsfall, dem er sich angenommen habe. "Der Grundstein von Solarworld war eine Fabrik, die ich Bayer für 50 Millionen Euro abgekauft habe, weil die sie nicht mehr haben wollten. Für Shells Solarfabriken habe ich sogar 100 Millionen dazubekommen", sagte Asbeck.

Die schnelle Ablehnung des Opel-Eigners General Motors nach der Bekanntgabe des Angebots zeige "wie brisant die Sache für GM" sei, so Asbeck. "Vielleicht kam das Angebot zu früh", meinte der Solarworld-Chef.

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