"Keine Spaßangebote"

Solarworld bekräftigt Übernahmeangebot für Opel

Solarworld hat sein Angebot für eine Übernahme der deutschen Opel-Standorte bekräftigt. Der Gesamtbetriebsrat des Autoherstellers sieht das Übernahmeangebot des Bonner Solarunternehmens allerdings nicht als Option für die Zukunft der vier deutschen Werke.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Köln/Rüsselsheim (ddp/sm) - "Wir machen keine Spaßangebote" und er habe auch keine Retterambitionen, sagte Vorstandschef Frank Asbeck am Donnerstag im "Deutschlandfunk". Es sei notwendig, die Industriegesellschaft umzubauen.

Solarworld wolle nach der Übernahme die "Fahrzeuge der Zukunft bauen", das heißt Modelle mit Elektro- oder Hybridantrieb. Dies könne nicht nur den Japanern vorbehalten sein, sagt er. Das sei auch schon in den Köpfen der Opel-Ingenieure und müsse nun aus dem "Würgegriff General Motors freigelassen werden".

Zugleich versicherte Asbeck, dass die ins Spiel gebrachten Summen direkt ins Unternehmen gesteckt werden sollen. Zu der Forderung nach einer Milliarde Euro von General Motors (GM) sagte er, dass der US-Mutterkonzern seine "ungeliebte Tochter aufhübschen" solle.

Seinen Angaben zufolge hätten die Solarworld-Aktionäre positiv auf die Pläne reagiert. Trotz des Einbruchs der Aktien seien am Mittwoch mehr als 7,5 Millionen Papiere des Bonner Unternehmens gehandelt worden.

Opel-Gesamtbetriebsrat nimmt Offerte nicht ernst

Bei Opel sieht man das Angebot skeptisch. "Wir freuen uns über das Interesse", sagte Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Klaus Franz auf ddp-Anfrage. Dies sei aber ironisch gemeint, denn ernst nehmen könne man die Offerte schließlich nicht. Weiter wollte Franz sich nicht zu dem Angebot äußern.

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