Kapitalerhöhung

SolarWorld AG: Weichen zur Expansion der Deutsche Solar GmbH sind gestellt

Die Deutsche Solar GmbH wird im Zuge einer Kapitalerhöhung in eine AG umgewandelt. Die Mittel daraus werden in die Expansion des Unternehmens fließen. So soll beispielsweise die Solarwaferproduktion aufgestockt werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die SolarWorld AG hat die Weichen zur Expansion ihrer Tochtergesellschaft Deutsche Solar GmbH (Freiberg/Sachsen) gestellt: Der Vorstand der SolarWorld AG hat das Kapital der Deutsche Solar auf 20 Millionen Euro erhöht. Diese Kapitalmaßnahme wird aus einer Barkapitalerhöhung der Altaktionäre und aus der Kapitalrücklage der Gesellschaft erfolgen.

Im Zuge der Aufstockung des Kapitals wird die Deutsche Solar in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Zum Vorstandsvorsitzenden (CEO) wird der Aufsichtsrat Prof. Dr. Peter Woditsch bestellen. Ferner werden Dipl.-Kfm. Ekhard von Dewitz als Finanzvorstand (CFO) und Dipl.-Ing. Boris Klebensberger als Technikvorstand (CTO) dem Führungsgremium der Deutsche Solar AG angehören. Den Aufsichtsratsvorsitz wird der Vorstandsvorsitzende der SolarWorld AG, Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, übernehmen. Dem Aufsichtsrat werden außerdem Dr. Claus Recktenwald als stellvertretender Vorsitzender und Dr. Georg Gansen angehören.

Die SolarWorld AG wird in diesem Zusammenhang eine Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts um 450 000 Aktien auf 4,95 Millionen Euro durchführen. Die neuen Aktien werden zeitnah an institutionelle Anleger platziert. Die durch diese Maßnahme der Gesellschaft zufließenden Mittel werden für die Expansion der Deutsche Solar Verwendung finden. Im einzelnen plant die Deutsche Solar am Standort Freiberg, die Kapazität der Solarwaferproduktion nach dem Ausbau auf 100 Megawatt um weitere 100 MW auf insgesamt 200 Megawatt zu vergrößern. Die Rohstoffbasis zur Herstellung von Solarwafern in Freiberg wird durch zwei Maßnahmen gesichert: zum einen durch den Bau einer Anlage zur Gewinnung von solarem Silizium aus bisher nicht für die solare Produktion geeigneten Siliziumqualitäten; zum anderen durch die Errichtung einer Anlage zum Recycling gebrauchter Solarzellen und -module. Um die solare Wertschöpfungskette im SolarWorld-Konzern zu komplettieren, wird die Deutsche Solar außerdem zwei Fertigungslinien zur Produktion von je 25 Megawatt Solarzellen errichten. Zur Weiterverarbeitung der Solarzellen werden abschließend zwei Linien von je 25 Megawatt zur Produktion von Solarmodulen gebaut. Die Modulproduktion wird dabei von der neugegründeten 100-prozentigen SolarWorld-Tochter SolarFactory GmbH geführt. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt nahezu 250 Millionen. Euro. Für die Investitionsmaßnahmen hat die Deutsche Solar bei der Sächsischen Aufbaubank Antrag auf die Gewährung von Investitionszuschüssen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur gestellt. Etwa ein Drittel der Investitionen soll über öffentliche Fördermittel gedeckt werden. Weitere 40 Prozent werden fremdfinanziert. Für die Fremdfinanzierung wird Deutsche Solar eine Ausfallbürgschaft des Bundes beantragen.

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