1000. Absolvent

Solarwirtschaft: Fachkräftemangel frühzeitig vorbeugen

In der SolarSchule Berlin werden Solar-Fachkräfte ausgebildet. Jetzt wurde der 1000. Absolvent gefeiert.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
1000 Kursteilnehmer für eine umweltfreundliche Zukunft - diesen Erfolg feierte kürzlich die SolarSchule Berlin. Vertreter der Berliner Solarkampagne, einem Zusammenschluss von Umwelt- und Solarverbänden sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, beglückwünschten in Tempelhof den 1000. Absolventen, Tilo Rauchhaus. In der SolarSchule Berlin bereiten sich Handwerker, Architekten, Ingenieure und Bauherren in Weiterbildungskursen auf die steigenden Kundenwünsche nach Solaranlagen vor.


Rauchhaus konnte sein Wissen nach der Ehrung unter Beweis stellen. Auf dem Dach des Tempelhofer Thuyrings 66 installierte er eine Viessmann-Solaranlage, die die Hausbewohner bei einem Kampagnen-Gewinnspiel unter Berliner Eigenheimbesitzern gewonnen hatten. Mit der Solarwärmeanlage lassen sich etwa 60 Prozent des Brauchwasserbedarfs eines Einfamilienhauses erwärmen. Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft begrüßt das Ausbildungsangebot der SolarSchule: "Die SolarSchule schafft die Voraussetzung dafür, dass Menschen sich für die boomende Solarbranche qualifizieren können und keine Engpässe wie in der IT-Branche entstehen."


Nach Angaben der Berliner Solarkampagne steigt auch in der Bundeshauptstadt das Interesse an Solarenergie stetig. Bislang haben mehr als 3000 Hausbesitzer eine Solaranlage installiert. Nach Auskunft der Solarkampagne sind die Förderkonditionen für die Errichtung von Solaranlagen in Berlin derzeit besonders günstig. Unter www.berlin-solar.de gibt es weitere Informationen. Das Weiterbildungsangebot der SolarSchule Berlin, einer Einrichtung der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) reicht von viertägigen Wochenendseminaren über 80-stündige berufsbegleitende Fortbildungen bis zu zehnmonatigen Qualifizierungskursen. Kooperationen mit Innungen, Hochschulen und Universitäten sowie der kontinuierliche Erfahrungsaustausch mit Fachleuten der Solarbranche stellen sicher, dass aktuelle Erkenntnisse und Innovationen in die Weiterbildungsangebote einfließen. In Berlin sind inzwischen weit über 3000 Solaranlagen in Betrieb, die Zahl hat sich seit 1998 verdreifacht.


Ziel der Berliner Solarkampagne ist es, die große Sympathie für Solarenergie in der Bevölkerung durch Information und Beratung in konkrete Nachfrage zu verwandeln. Bis zum Jahr 2003 sollen mindestens vier Prozent der Berliner Eigenheimbesitzer ihren Strom und ihr Warmwasser auf Solarbasis erzeugen. So will die Berliner Solarkampagne einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Stadt leisten. Die Kampagne steht unter der Schirmherrschaft von Senator Peter Strieder.

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