Umfrage

Solarwärme-Branche ist trotz Finanzkrise optimistisch

Die Solarthermiebranche blickt trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise zuversichtlich in die Zukunft, wie aus einer aktuellen Umfrage hervorgeht. Die seit Anfang 2009 für Neubauten geltende Nutzungspflicht für erneuerbare Energien bewertet die Mehrheit der Befragten positiv, wünscht sich aber eine Ausweitung der Regelung auf den Gebäudebestand.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (sm) - 88 Prozent der Unternehmen glauben, dass der deutsche Solarwärmemarkt 2009 die Rekordmarke von rund 2 Millionen Quadratmetern aus dem Jahr 2008 nochmals übertreffen werde. Mit einem Wachstum von bis zu 10 Prozent rechnen 44 Prozent aller Befragten, 23 Prozent gehen für 2009 von einem Wachstum von 10 bis 20 Prozent aus und 21 Prozent erwarten einen noch höheren Zuwachs. Dies zeigt die jährliche Branchenumfrage der Fachzeitschrift Solarthemen unter Kollektorherstellern, Großhändlern und Generalimporteuren.

Befragt nach möglichen Dämpfern für die Marktentwicklung verweisen die Manager vor allem auf den zuletzt stark gesunkenen Ölpreis und die zunehmende Wirtschaftskrise. Mit dem Ölpreis fällt ein wesentliches Verkaufsargument weg und die Konjunkturkrise zwingt Haushalte dazu, ihre Ausgaben auch für Solarthermie zu überdenken.

Erneuerbare-Pflicht auf für Gebäudebestand gewünscht

Mit der seit Januar 2009 geltenden gesetzlichen Nutzungspflicht der erneuerbaren Energien zur Deckung des Wärmebedarfs bei Neubauten entsteht jedoch "ein neuer Absatzimpuls für den deutschen Solarthermiemarkt", sagt Michael Forst, Geschäftsführer des Europressedienstes. Immerhin 60 Prozent der Befragten bewerteten die Nutzungspflicht mit "sehr gut und wichtig". Dennoch bestehe aus Sicht der Branche Nachbesserungsbedarf. 63 Prozent sprechen sich dafür aus, die Nutzungspflicht auch auf Altbauten auszuweiten.

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