Verbesserungsvorschlag

Solarverein: Zusätzliche Regelenergievergütung ins EEG aufnehmen

Der Solarenergie-Förderverein (SFV) hat sich mit einem eigenen Vorschlag an der Debatte um die Verbesserung des EEG beteiligt. Grund: Die Vorwürfe, erneuerbare Energien benötigten im allgemeinen mehr (teure) Regelenergie als die bisherige Stromversorgung und errneuerbaren Energien könnten keine Regelenergie bereitstellen seien nicht ganz unberechtigt.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Ausgerechnet die Biomasse, d.h. diejenige Sparte der erneuerbaren Energien, die eine Lieferung von Regelenergie technisch am einfachsten verwirklichen könne, nehme bisher kaum eine zeitliche Staffelung ihrer Strom-Einspeisungen vor. Dafür bestünden bei der jetzigen Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Referentenentwurfs vom 18.11.2003 auch keinerlei Anreize, bedauert der SFV. Sein Vorschlag: Um einen Anreiz zu schaffen, sollten die Netzbetreiber gesetzlich verpflichtet werden, zusätzlich zur Mindestvergütung für gelieferte elektrische Arbeit auch noch den Marktpreis für Regelenergie zu zahlen, wenn die Betreiber eine zeitlich bedarfsorientierte Einspeisung anbieten. Dies könnte in einem weiteren Absatz zu Paragraph 12 der EEG-Novelle bestimmt werden.

Unter Nutzung der ohnehin auf dem Spotmarkt erzielbaren Preise für Spitzenlaststrom bzw. Regelenergie und somit ohne weitere Belastung der Stromkunden könnte insbesondere der Biomasse-Sparte eine erhebliche zusätzliche Einnahmequelle verschafft werden. Gleichzeitig würde die Auslegung der zukünftig zu erstellenden Biomasse-Kraftwerke mehr nach dem Gesichtspunkt der Spitzenlastdeckung und Lieferung von Regelenergie veranlasst und ein Beitrag zur weiteren Umstrukturierung der Stromwirtschaft geleistet.

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