Exportindustrie

Solarindustrie investiert über eine Milliarde Euro

Nach Daten aus dem neuerschienenen Photovoltaik-Branchenreport 2002 des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung gibt es in Deutschland derzeit 22 Modulproduzenten, neun Produzenten von Solarzellen, drei Hersteller von Siliziumwafern und 14 Fertigungsstätten für Solarwechselrichter zur Einspeisung ins öffentliche Stromnetz.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Das starke Marktwachstum der Solarstrombranche hat von 1999 bis 2002 in der deutschen Industrie Investitionen in Höhe von über einer Milliarde Euro ausgelöst. Der aktuell erschienene Photovoltaik-Branchenreport 2002 des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) weist Deutschland damit eine führende Rolle auf dem Photovoltaik-Weltmarkt zu. Nach Angaben der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) zählt Deutschland mittlerweile 32 Photovoltaik-Produzenten. Die inländischen Produktionskapazitäten der Solarmodul-Industrie konnten nach UVS-Darstellung seit 1999 versechsfacht werden.

Der Verband rechnet in diesem Jahr mit dem Neubau von solaren Kraftwerkskapazitäten mit einer elektrischen Höchstleistung von etwa 70 Megawatt. Laut UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig liegt die Initialzündung für diese Entwicklung im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG): "In der Solarbranche vollzieht sich derzeit ein Wandel von der Importabhängigkeit zur Exportindustrie." Zu den deutschen Solarfabrikanten zählen nach UVS-Angaben multinationale Konzerne ebenso wie zahlreiche Mittelständler. Nach der aktuellen Branchenerhebung des IÖW gibt es in Deutschland inzwischen 22 Modulproduzenten, neun Produzenten von Solarzellen, drei Hersteller von Siliziumwafern, den Grundbausteinen von Solarmodulen, und 14 Fertigungsstätten für Solarwechselrichter zur Einspeisung ins öffentliche Stromnetz.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromnetz

    Kabinett beschließt Vorrang für Erdkabel – Stromkosten steigen

    Erdkabel erhalten beim Bau der geplanten Stromautobahnen den Vorrang, so ein Beschluss des Bundeskabinetts. Der Kompromiss im Trassenstreit wird allerdings teuer: Experten gehen von drei bis acht Milliarden Euro an zusätzlichen Kosten aus. Die Ausgaben finden Verbraucher auf künftigen Stromrechnungen wieder.

  • Stromrechnung

    Höhere Netzgebühren treiben Strompreis noch weiter

    Der Strompreis steigt und steigt: Neben der deutlich höheren Ökostrom-Umlage treiben im nächsten Jahr auch die Netzgebühren den Strompreis in neue Höhen. Wie das Vergleichsportal Verivox am Donnerstag mitteilte, erhöhen die Netzbetreiber die Entgelte um durchschnittlich zehn Prozent.

  • Strompreise

    SPD-Energieexperten: "Mit Stoiber geht die Sonne unter"

    Der energiepolitische und der umweltpolitische Sprecher der bayerischen SPD-Landesgruppe, Dr. Axel Berg und Horst Kubatschka, sind der Ansicht, dass die bayerische Politik gegen den Ausbau der Photovoltaik arbeite. Grund: Bayern will die Anhebung des gesetzlichen Förderrahmens auf 1000 Megawatt Solarstromleistung nicht mittragen.

  • Hochspannungsmasten

    Mecklenburg-Vorpommern setzt auf erneuerbare Energien

    Umweltminister Methling warnt davor, auf Grund der günstigen Vergütung nach dem EEG künftige Investitionen allein auf die Stromerzeugung auszurichten.

  • Strom sparen

    Solarstrom-Förderpolitik sehr erfolgreich

Top