Solarmodul-Fertigung

Solarfirma investiert 85 Millionen Euro in neue Fabrik

Mit einem symbolischen Spatenstich sind heute die Bauarbeiten zu einer neuen Produktionsstätte der Sulfurcell Solartechnik GmbH in Berlin-Adlershof aufgenommen worden. Angesichts der konjunkturell immer schwieriger werdenden Lage nannte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den Baubeginn bei Sulfurcell ein "ermutigendes Zeichen".

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp-bln/sm) - Sulfurcell-Chef Nikolaus Meyer bezeichnete den Neubau als bedeutenden Schritt für sein Unternehmen. 85 Millionen Euro würden investiert. Mit der neuen Anlage steige Sulfurcell in die Großserienfertigung von Solarmodulen ein. Darüber hinaus schaffe die Firma 100 neue Stellen für hochqualifizierte Naturwissenschaftler und Ingenieure. Derzeit beschäftigt Sulfurcell nach eigenen Angaben 175 Mitarbeiter.

Der Erfolg der Firma zeige einmal mehr, dass mit Innovation und hoher Professionalität auch in der derzeitigen Wirtschaftssituation Unternehmen wachsen und Arbeitsplätze schaffen könnten, sagte Wowereit. Die Strategie, Wissen, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen, bewähre sich auch in Krisenzeiten, fügte er hinzu.

Die 20.000 Quadratmeter große Produktionsstätte entsteht auf einem Gelände am Groß-Berliner Damm in unmittelbarer Nähe zum Firmenhauptsitz. Noch in diesem Jahr soll die Produktion aufgenommen werden.

Täglich sollen mehr als 2000 Solarmodule gefertigt werden. "Das entspricht der Menge, die wir heute in 14 Tagen produzieren", sagte Meyer. Die jährlich produzierten Module erreichten eine Gesamtkapazität von 75 Megawatt. "Wir setzen uns damit an die Spitze der Dünnschichtproduzenten in Berlin und schließen auf zu den großen Herstellern in Europa", fügte der Geschäftsführer hinzu.

Solarmodule ersetzen herkömmliche Fassadenbausteine

Solarmodule seien vor allem dann wirtschaftlich, wenn sie elementarer Bestandteil von Gebäuden seien, ergänzte der Unternehmer. Die von Sulfurcell entwickelten Solarmodule fungierten nicht nur als Stromerzeuger, sondern ersetzten zugleich Fassaden- oder Dachwerkstoffe. Es gebe keinen Grund, an einer Südfassade oder auf einem Dach nur einfache Bleche, Steine oder Scheiben einzusetzen, um die Gebäudehaut herzustellen, betonte Meyer. Den gleichen Zweck könnten Solarmodule nebenbei erfüllen und kosteten dabei nicht wesentlich mehr als herkömmliche Qualitätsbaustoffe. Sie versorgten aber gleichzeitig das Gebäude mit Energie, betonte der Unternehmer.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Elektroauto

    Kaufprämie für Elektroautos erntet nicht nur Beifall

    Für E-Autos steht erneut die Kaufprämie zur Diskussion, schließlich steht auch das Ziel der Bundesregierung zu der Verbreitung der Fahrzeuge auf dem Spiel. Die Elektroprämie findet aber nicht nur Befürworter: Kritiker sehen sie vielmehr als zweischneidiges Schwert.

  • Atommüll

    Atommüll-Endlagersuche: Alles auf Anfang

    Ein halbes Jahrhundert nach Inbetriebnahme des ersten Kernkraftwerks gibt es jetzt einen parteiübergreifenden Minimalkonsens für die Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll. Bund und Länder einigten sich am Dienstag in Berlin tatsächlich auf ein Standortsuchgesetz.

  • Telefontarife

    Wowereit: Merkel soll gegen Callcenter-Schließungen vorgehen

    Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gefordert, sich in den Konflikt um die Verlagerung von Arbeitsplätzen in den Callcentern der Deutschen Telekom einzuschalten.

  • Strom sparen

    Daimler und RWE starten Elektroauto-Projekt in Berlin

    Der Autokonzern Daimler und der größte deutsche Stromerzeuger RWE haben am Freitag in Berlin in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Elektroautoprojekt gestartet. Deutliche Kritik kam von Greenpeace.

  • Telefonanschluss

    Neue Proteste gegen Schließung von Callcenter-Standorten

    Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten aller Callcenter in Mitteldeutschland zu einer Kundgebung gegen die beabsichtigte Schließung der Callcenter-Standorte der Telekom in Gera, Halle und Dresden aufgerufen.

Top