Solarenergie kann durchaus wettbewerbsfähig werden

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Solarenergie kann auch in Nordeuropa eine wettbewerbsfähige Stromquelle werden. Auch wenn viele Experten das nicht für möglich halten, die internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG kommt in einer neuen Studie zu diesem Schluss. Zudem haben die Wirtschaftsprüfer herausgefunden, dass nur ein halbes Prozent der Summe, die 1998 für die Erschließung neuer Öl- und Gasvorkommen ausgegeben wurde, ausreicht, um Solarstrom fit für den Wettbewerb zu machen. Zusammen mit Greenpeace stellt die KPMG die Studie "Solarenergie - Vom ewigen Versprechen zur wettbewerbsfähigen Alternative" heute in London vor.


Die Studie zeigt u.a., dass der Sprung in die Wettbewerbsfähigkeit mit dem Aufbau einer Solarfabrik gelingen kann, die jährlich fünf Millionen Solarmodule produziert. Eine solche Fabrik würde nach Schätzungen von KPMG etwa 960 Millionen DM kosten, während die deutsche Kohleindustrie beispielsweise in diesem Jahr mit neun Milliarden DM subventioniert wurde. Greenpeace-Experte Sven Teske dazu: "Der Report zeigt, dass es keine großen technischen oder finanziellen Hindernisse für den Durchbruch der Solarenergie gibt. Es fehlt einfach der Massenmarkt." Greenpeace forderte in diesem Zusammenhang die Bundesregierung auf, Investitionen und Zukunftstechnologien in diesem Bereich zu fördern. "Die derzeitige Novellierung des Stromeinspeisungsgesetzes muss dazu genutzt werden, auch im liberalisierten Strommarkt in Deutschland Sicherheit für diese Investitionen zu schaffen", sagte Teske abschließend.


(ots)

Das könnte Sie auch interessieren
Top