Zum Quartal

Solarbranche erhält Geschäftsklimaindex

200 Unternehmen der Solarbranche werden zukünftig quartalsweise ihre Einschätzung der aktuellen Branchenlage abgeben, der Geschäftsklimaindex wird ab sofort regelmäßig von der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft veröffentlicht. Die Mehrheit der Unternehmen rechnet derzeit mit einer Verbesserung.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Die deutsche Solarbranche verfügt ab sofort über einen eigenen Geschäftsklimaindex. Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) gab gestern die ersten Ergebnisse des Stimmungsbarometers bekannt. Danach rechnet die Mehrheit der befragten Solarunternehmen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftsbedingungen und einem weiteren Marktwachstum.

Demnach erwartet die UVS für dieses Jahr einen Branchenumsatz von 2,6 Milliarden Euro. Mit dem Index sollen künftig aktuelle und repräsentative Erkenntnisse zur momentanen unternehmerischen Stimmungslage und zu den Erwartungen für die Geschäftsentwicklung der Solarbranche gewonnen werden. 200 Unternehmen der Solarwirtschaft aus den Bereichen Produktion, Großhandel und Handwerk liefern Daten für den neu geschaffenen Solarindex.

Bei näherer Betrachtung weisen die ersten Ergebnisse des Branchenbarometers auf deutliche Unterschiede zwischen den beiden Branchensparten Solarstrom (Fotovoltaik) und Solarwärme (Solarthermie) hin: 70 Prozent der an der Erhebung teilnehmenden Unternehmen der deutschen Fotovoltaikbranche betrachten ihre Geschäftslage aktuell als "sehr" bzw. "eher gut". Nur 13 Prozent der Unternehmer beurteilen ihre Situation als "eher" bzw. "sehr schlecht". Die übrigen 17 Prozent geben als Einstufung "befriedigend" an. In der Solarwärmebranche ist das Stimmungsbild hingegen weit weniger positiv: Lediglich ein Drittel der befragten Unternehmer betrachten ihre Geschäftslage als gut. Immerhin jedes vierte Unternehmen bewertet seine Geschäftslage als schlecht.

Im Ausblick für die nächsten sechs Monate liegt die Fotovoltaik ebenfalls vor der Solarthermie. 61 der befragten 100 Unternehmen der Solarstrombranche erwarten eine weitere Verbesserung der Geschäftsbedingungen. Bei der Solarwärme rechnen lediglich 50 Prozent der Unternehmer mit einem Marktaufschwung.

Bei der Zusammenstellung der 200 Panelteilnehmer wurde nicht nur auf die Größe der Unternehmen, sondern auch auf eine ausgewogene regionale Verteilung geachtet. Für den Bereich Solarthermie nehmen 25 Hersteller, 15 Großhändler und 60 Installationsbetriebe an der Erhebung teil. Bei der Fotovoltaik sind es 20 Hersteller, 25 Großhändler und 55 Installateure. Die Daten werden zukünftig von der UVS zum Ende eines jeden Quartals veröffentlicht.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreise

    Solartechnik muss besser in Architektur integriert werden

    Die Solartechnik muss nach Einschätzung des Rektors der Bauhaus-Universität Weimar, Gerd Zimmermann, besser in die Architektur integriert werden. Bisher sei "die Integration in Stadt, Landschaft, Gebäude und Objekte allenfalls fragmentarisch gelungen", sagte Zimmermann auf dem internationalen Kongress Bauhaus.SOLAR in Erfurt.

  • Strom sparen

    40 Millionen Euro für "Solarvalley Mitteldeutschland"

    Die mitteldeutsche Solarbranche erhält eine Millionenförderung vom Bund. Das gemeinsame Projekt der Länder Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gehört zu den fünf Siegern der ersten Runde des Spitzenclusterwettbewerbs des Bundesforschungsministeriums, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

  • Stromtarife

    Studie: In 2020 Solarstrom für eine Milliarde Menschen

    Einer aktuellen Studie von Greenpeace und dem europäischen Industrieverband für Photovoltaik zufolge könnten langfristig 60 Prozent der weltweiten Energieversorgung aus Solarenergie gedeckt werden. In 15 Jahren könnte mehr als eine Milliarde Menschen mit Solarstrom versorgt werden, haben die Verbände errechnet.

  • Strompreise

    Solarstudie belegt: Handwerk zeigt großes Interesse an Sonnenenergie

    Wie eine Studie des Europressedienstes zeigt, ist die Solartechnik ein lukratives Geschäftsfeld für mittelständische Handwerksbetriebe. So haben viele Elektrotechniker, Dachdecker und SHK-Installateure Interesse an Photovoltaik und Solarthermie, wodurch zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen.

  • Strompreise

    dena informiert über boomenden Solarmarkt Spaniens

    Durch das neue Energieeinspeisgesetz in Spanien, welches feste Einspeisetarife garantiert, boomt der dortige Photovoltaik-Markt und ist damit als Exportmarkt für deutsche Unternehmen interessant. Die Broschüre "Praxisreport Solarmarkt Spanien" der dena informiert über die aktuellen Entwicklungen.

Top