Antragsstau aufgelöst

Solaranlagen-Kredite jetzt auf Abruf

Nach Angaben der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft werden Anträge für das 100 000-Dächer-Solarstromprogramm der Bundesregierung jetzt wieder innerhalb von drei Wochen bearbeitet.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Der Antragsstau im 100 000-Dächer-Solarstrom-Programm ist aufgelöst. Damit konnte die Wartezeit für zinsgünstige Darlehen zur Errichtung von Solarstromanlagen auf zwei bis drei Wochen reduziert werden. Dies teilte die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) jetzt mit. Der Unternehmensverband empfiehlt Eigenheimbesitzern, noch in diesem Jahr eine Solaranlage in Betrieb zu nehmen, da die Förderung im Jahr 2002 verschlechtert werden soll.


Eine Verfünffachung der Nachfrage nach den Solarkrediten infolge der verbesserten Förderbedingungen hatte im letzten Jahr zeitweise zu Wartezeiten von bis zu einem Jahr geführt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet im Rahmen des 100 000-Dächer-Programms für die Errichtung von Solarstromanlagen Darlehen zu einem Zinssatz von 1,91 Prozent. Zusätzlich besteht für Solaranlagen, die noch in diesem Jahr ans Netz gehen, Anspruch auf eine Vergütung des produzierten Solarstroms von 99 Pfennigen je Kilowattstunde. Dies regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das vor einem Jahr von der Bundesregierung verabschiedet wurde. Kostenlose Informationen zu beiden Programmen unter www.solarfoerderung.de. Solarstrom aus Solaranlagen, die noch in diesem Jahr ans öffentliche Netz angeschlossen werden, müssen nach dem EEG vom Energieversorger über 20 Jahre mit 99 Pfennigen je Kilowattstunde vergütet werden. Wer eine Solaranlage erst im nächsten Jahr errichtet, erhält nur noch eine zwanzigjährige Vergütung über 94,1 Pfennig pro Kilowattstunde. In der Summe kann die Inbetriebnahme der Solaranlage noch im Jahr 2001 damit einen Finanzvorteil von einigen tausend Mark ausmachen.

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