Ökostrom

Solaranlage auf Werksdach kostet Opel "keinen Cent"

Eine Solaranlage auf den Dächern des Opel-Werks in Rüsselsheim soll Ende des Jahres Strom produzieren. Nach ihrer Fertigstellung Ende 2010 werde die Anlage zehn Prozent des in Hessen erzeugten Solarstroms liefern, sagte Ministerpräsident Roland Koch bei der Grundsteinlegung. Gleichwohl habe Opel "keinen Cent" investieren müssen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Rüsselsheim (ddp-hes/red) - Opel habe lediglich seine Dachflächen zur Verfügung gestellt, ein Betreiber der Anlage werde auf eigene Rechnung den Strom in die Netze einspeisen, erklärt der CDU-Ministerpräsident.

Opel-Aufsichtsratschef Carl-Peter Forster sagte, mit der "Solarinitiative" setze das Unternehmen ein Zeichen für umweltfreundliche Mobilität. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt hatte Opel vergangene Woche das Elektrofahrzeug Ampera präsentiert, das 2011 auf den Markt kommen soll. Das Solarkraftwerk wird von Baden-Württemberger und Berliner Firmen auf dem Dach der Insignia-Fertigungshalle errichtet und ist auf gut zwölf Megawatt Leistung ausgelegt.

Ein Viertel des Strombedarfs von Opel

Die Photovoltaikanlage auf Opels Dächern könnte Strom für 4000 Haushalte liefern, sagte eine Sprecherin der beteiligten Firmen. Die CO2-Einsparung liege bei 7500 Tonnen pro Jahr. Der Solarstrom werde zunächst in das Werksnetz eingeleitet, nicht benötigte Energie gelange ins öffentliche Netz, sagte die Sprecherin. Nach Angaben von Opel wird die Anlage künftig rund ein Viertel des vom Rüsselsheimer Werk benötigten Stroms liefern können.

Grundlage der Unternehmenszusammenarbeit in Rüsselsheim ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Europaweit verpflichtet das EEG Energiekonzerne zur Abnahme nachhaltig produzierten Stroms. Dessen höhere Vergütung wird auf die Strompreise für Verbraucher umgelegt. Wegen der Renditeaussichten sei auch die Rüsselsheimer Anlage auf dem Opel-Gelände ein interessantes Objekt für Investoren, wie Banken oder Versicherungen, sagte die Sprecherin weiter. Langfristig solle das Solarkraftwerk an einen dann neuen Betreiber abgegeben werden.

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