Hilfe gegen China und USA

Solar-Manager: Förderung vom Staat nur für heimische Solaranlagen

Der Chef des Solarzellen-Herstellers Solarworld, Frank Asbeck, hat Hilfen gegen preiswerte Solarmodule aus den USA und China gefordert. Eine "Buy European"-Regelung ("Kauft europäisch") helfe gegen die "Dumpingpreise" aus China, sagte Asbeck dem "Handelsblatt" am Freitag.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - "China und die USA haben vergleichbare Regelungen", begründete Asbeck seine Forderung. Beide Staaten haben in ihren Konjunkturprogrammen Regelungen festgeschrieben, die bei der Vergabe von Aufträgen heimische Unternehmen bevorzugen. Europa hat bisher keine protektionistischen Regeln in seinen Förderprogrammen beschlossen.

Der Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW) formulierte den Dumpingpreis-Verdacht gegen China am Freitag vorsichtiger. "Es gibt Hinweise, die andeuten, dass es ein Preisdumping mit Hilfe von Exportsubventionen der chinesischen Regierung geben könnte. Aber dafür brauchen wir noch mehr Beweise", sagte BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig der Nachrichtenagentur AFP.

Einen Preiskampf in der Solarbranche gibt es, seitdem der Klimaschutz ein weltweites Top-Thema geworden ist. Besonders in China werden preiswertere Solarmodule produziert, die oftmals durchaus die hiesigen TÜV-Kriterien erfüllen. Die Preise für Solarmodule aus China, Indien, Taiwan oder Thailand liegen bis zu 20 Prozent unter denen in Europa, wie das unabhängige Branchenmagazin "Photon" ermittelte.

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