Bestandsaufnahme

Solar-Branche sieht sich nicht in einer Krise

Trotz des massiven Umsatzrückgangs beim Solarzellen-Hersteller Q-Cells aus Thalheim sieht der Sprecher des Solar-Clusters Mitteldeutschland, Hubert Aulich, keine Anzeichen für eine Krise. Der in Köthen geplante Solarpark sei ein gutes Gegenbeispiel.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Halle (ddp/red) - "Man kann das nicht allgemein für die Solar-Branche geltend machen, was bei einem Unternehmen geschieht", sagte Aulich am Donnerstag im Nachrichtenradio MDR info in Halle. Deutschland werde auch in Zukunft ganz vorne mitspielen, auch wenn die Konkurrenz aus China stark sei.

Mitteldeutschland könne durch die enge Zusammenarbeit in einem Cluster schneller Kosten senken und seine Position behaupten. Im Solar-Cluster haben sich vor einem Jahr 29 Firmen, 17 Forschungseinrichtungen und vier Hochschulen zusammengeschlossen. Sie wollen dafür sorgen, dass moderne Erkenntnisse und Verfahren sofort industriell umgesetzt werden.

Dass die Lage von Q-Cells nicht unbedingt Rückschlüsse auf die gesamte Branche zulässt, zeigt das Beispiel Köthen. Hier solle in den kommenden Monaten auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflugplatzes ein neuer Solarpark mit einer Leistung von 45 Megawatt entstehen, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. In der kommenden Woche werde das Projekt mit einem ersten Spatenstich in Angriff genommen.

Laut der am Donnerstag von Q-Cells vorgelegten Halbjahresbilanz sank der Umsatz im ersten Halbjahr von 579,5 Millionen Euro in der Vorjahresperiode auf nun 366,2 Millionen Euro. Einem Gewinn im operativen Geschäft (EBIT) von 119,1 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres stand ein operativer Verlust von 47,6 Millionen Euro im gleichen Zeitraum 2009 gegenüber.

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