Kurzlebig

Smartphones werden zu Wegwerf-Artikeln

Smartphones würden bewusst so gebaut, dass sie keine lange Lebensdauer haben. So lautet der Vorwurf der Deutschen Umwelthilfe an die Hersteller. Verbraucher würden die Geräte zunehmend als Wegwerf-Artikel betrachten.

Schrott© OwenPrice / iStockphoto.com

Osnabrück (AFP/red) - Handys würden beispielsweise durch die kurze Lebensdauer der Akkus so konzipiert, dass sie nur wenige Jahre nutzbar seien, sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochausgabe). Dadurch nähmen Verbraucher Smartphones zunehmend als Wegwerf-Produkte wahr.

Kostenfalle Billigwaren

Die Umwelthilfe forderte von der Bundesregierung zudem verbindliche Standards für Billigwaren. Es müsse sichergestellt werden, dass angebotene Waren eine "vernünftige Lebensdauer" hätten, sagte Resch. Dass Billigartikel nach kurzer Zeit kaputt gingen, sei eine Kostenfalle: "Der Verbraucher wird dazu verleitet, laufend neue Produkte zu kaufen, die dann nur sehr kurz leben. Insgesamt zahlt er dadurch mehr." Freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie reichten nicht aus, um Mindeststandards für Ein-Euro-Artikel zu erreichen, sagte Resch. Daher sei der Gesetzgeber in der Pflicht.

Früher Verschleiß wird eingeplant

Bereits eine im Frühjahr im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen vorgelegte Studie hatte gezeigt, dass die Wirtschaft bei der Konstruktion und Herstellung ihrer Produkte einen frühen Verschleiß häufig schon mit einplant. Dies wird auch als "geplante Obsoleszenz" bezeichnet.

Quelle: AFP

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